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Häuserherrscher und Häuserbeziehungen


Autor:

Karen Hamaker-Zondag

Seiten:

340

Preis:

22,90 EUR

Status:

Verfügbar


Häuserherrscher und Häuserbeziehungen stellen das Horoskop in eine umfassende Perspektive. Sie geben Antworten, die sonst unbeantwortet bleiben würden.

Jedes Tierkreiszeichen und jedes astrologische Haus wird von einem oder zwei Planeten regiert. Dort ist der Planet Herrscher. Diesen Herrschern widmet Karen M. Hamaker-Zondag den fünften Band ihrer astrologischen Deutungsreihe. Systematisch beschreibt sie zunächst die verschiedenen Arten von Herrschaft, die wichtigsten Häuser und deren Beziehung zueinander und die Aspekte der Häuserherrscher. Im Deutungsteil bespricht sie mit einem psychologischen Ansatz die Herrscher in den verschiedenen Häusern und verdeutlicht die Interpretation an Hand von Horoskopen.
 
 
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biografie

Karen Hamaker-Zondag

ist eine international geschätzte Astrologin. Ihre astrologische Laufbahn begann 1975. Inzwischen hat sie zahlreiche Bücher geschrieben, die größtenteils auch in mehrere Sprache übersetzt wurden. Sie hält Vorträge und gibt Workshops im In- und Ausland, bietet eine sechsjährige Berufsausbildung in Astrologie an und arbeitet mit verschiedenen Zeitschriften zusammen.
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leseprobe

Die Funktion als Häuserherrscher

Wenn der Herrscher eines Hauses uns soviel Informationen verschaffen kann, gilt es, den Inhalt dieser Funktion genauestens abzugrenzen, um Regeln zur Deutung geben zu können. Als erstes stellt sich die Frage, ob sich der Häuserherrscher ausschließlich auf die Lebensumstände auswirkt. Diese Frage entspringt dem Gedanken, dass die Häuser die Umstände der verschiedenen Lebensgebiete eines jeden Menschen widerspiegeln und die Herrscher über diese Bereiche folglich auch Einfluss auf die Lebensumstände haben müssten. Wenn wir die Rolle der Häuserherrscher aber auf die Umstände beschränken würden, täten wir ihnen unrecht. Durch meine jahrelange Erfahrung in der Praxis habe ich einen anderen Eindruck gewonnen.

Die Häuser des Horoskops spiegeln nicht nur die äußeren Umstände wider, sondern auch unsere (zumeist unbewussten) Erwartungen und Bedürfnisse. Angesichts der Tatsache, dass Inneres und Äußeres nicht voneinander zu trennen ist, können wir die Ausbildung des Charakters in Verbindung mit den Lebenserfahrungen sowohl an den Häusern als auch an den Merkmalen der Planeten in den Zeichen festmachen. Die Häuser haben ebenfalls mit dem Bedürfnismuster ZU tun, was der Grund dafür ist, dass wir sie auch psychologisch interpretieren können (wie ich in meinem Buch »Deutung der Hauser« dargelegt habe). Der Häuserherrscher weist also nicht nur auf die Umstände hin, unter denen das Potential des betreffenden Hauses Form bekommen kann; er zeigt auch ein bestimmtes Bedürfnis an und wirkt insofern bei der Charakterbildung mit.

Bei den astrologischen Progressionen sehen wir dies bestätigt. Diese Form der Astrologie umfasst diverse Methoden, in Verbindung mit den verschiedenen Lebensstufen Planeten im Rahmen des Geburtshoroskops zu verschieben. Damit gehen sowohl bestimmte äußerliche Ereignisse als auch innerliche Entwicklungen des einzelnen einher. Zudem kann bei einem bestimmten progressiven Aspekt eine Kombination von innerlicher Entwicklung und äußerem Ereignis stattfinden.
Wenn ein Planet von einer vorgeschobenen, progressiven Position aus zeitweise im Aspekt zu einem anderen Planeten steht, wirken die betreffenden Planeten nicht nur gemäß ihrer eigenen Art und Weise – also entsprechend dem Inhalt, den sie als Planeten haben –, sondern auch als Herrscher eines oder mehrerer Häuser. Bei progressiven Aspekten spielen also auch die Lebensumstände (die Häuser) eine Rolle. Würden wir die Häuser nur äußerlich, also in Form von Ereignissen, deuten, müssten progressive Aspekte immer mit Geschehnissen, die uns vom Äußerlichen her berühren, einhergehen. Und das ist in der Praxis eindeutig nicht der Fall, ganz im Gegenteil: Sehr häufig stehen Progressionen der Häuserherrscher mit innerlichen Entwicklungen in Verbindung, was ein Hinweis darauf ist, daß die Lebensgebiete und die Umstände, mit denen es der Mensch dort zu tun hat, untrennbar mit seinen eigenen inneren Bedürfnissen und Erwartungsmustern verbunden sind.

Den Häuserherrschern wohnt also wie den Planeten auch eine psychologische Dimension inne. Dies lässt sich anhand eines Beispiels vielleicht am besten illustrieren. Merkur ist der Planet, der etwas über die Art und Weise aussagt, wie jemand redet, Kontakte knüpft, denkt, mit Tatsachen umgeht und so weiter. Der Herrscher des 3. Hauses liefert uns Hinweise, wie jemand dem Lebensgebiet Form gibt, das Kontakte, Information, das Reden, Denken und so weiter umfasst. Ein schwieriger progressiver Aspekt zwischen Merkur und Neptun, der für eine gewisse Zeit Bestand hat, kann eine Phase von Lernproblemen anzeigen, das Denken behindern oder das Traumleben aktivieren. Dieselben Erscheinungen aber lassen sich auch bei einem Aspekt zwischen dem Herrscher des 3. Hauses und Neptun beobachten.
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