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Astrologische Häusersysteme


Autor:

Ralph William Holden

Seiten:

150

Preis:

18,90 EUR

Status:

Verfügbar


Zunächst schildert Holden sehr anschaulich die historische Entstehung der astrologischen Häuser und zeigt, wie diese schrittweise vom Tierkreis abgeleitet wurden. Anschließend widmet er sich der Darstellung der einzelnen Systeme. Holden erklärt die 14 gebräuchlichsten Methoden der Häuserteilung und erläutert diese anschließend an jeweils demselben Beispielhoroskop. Dabei wählt er einen systematischen Ansatz. Er stützt sich auf die mathematischen Berechnungsgrundlagen und erläutert die Stärken und Schwächen der jeweiligen Häusersysteme. Folgende Häuser werden untersucht: Porphyrios, Natürliche Graduierung, M-Häuser, Campanus, Regiomontanus, Zenit-Häuser, Alcabitius, Placidus GOH und topozentische Häuser.
 
 
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Die Häuserfrage in der Astrologie

Bei keiner Thematik besteht unter Astrologen soviel Uneinigkeit wie in der Häuserfrage. Und dennoch wird der sogenannte "Häuserstreit" kaum öffentlich ausgetragen. In der Regel lernt der angehende Astrologe nach einer ganz bestimmten Schule oder Lehrmeinung und übernimmt die dort vorgeschlagene Häusermethode – wohl wissend, daß es noch das eine oder andere System gibt. Das eigens praktizierte Häusersystem wird meist aus "ganz bestimmten Gründen" (die sich auf Nachfragen selten näher umreißen lassen) für das beste gehalten. Der Fortgeschrittene experimentiert aus Neugierde möglicherweise mit einer anderen Manier und kann dabei gelegentlich schon derbe Überraschungen erleben, denn der Wechsel auf eine anderes Häusersystem kann unter Umständen bedeuten, daß eine ganze Reihe von Planeten in völlig andere Felder fallen. Ob nun die Venus beispielsweise im 6. oder im 7. Radix-Haus steht, macht für den Horoskopeigner erfahrungsgemäß einen Unterschied aus.

Dem Astrologen, der um eine Fundierung seiner Grundlagen bemüht ist, stellen sich hier unmittelbar weitere Hindernisse in den Weg. Abgesehen davon, daß er bereit sein muß, sich auf das unter Astrologen eher unbeliebte Fach Himmelsgeometrie einzulassen, wird er kaum eine geschlossene Darstellung zu diesem Problem finden. Er kann seine gesammelten Lehrbücher zu Rate ziehen, und vereinzelte Informationen zusammentragen. Die Suche nach älteren Texten in Bibliotheken kann ebenfalls Aufschlüsse ergeben.

Unter diesen Vorzeichen erfolgt die Veröffentlichung des Buches von Ralph William Holden. Der Text erschien erstmals vor 20 Jahren in England und besteht im Grunde aus zwei Teilen. Zunächst schildert Holden sehr anschaulich die historische Herausbildung der astrologischen Häuser und zeigt auf, wie diese schrittweise vom Tierkreis abgeleitet wurden. Darauf baut er anschließend seine Darstellung der einzelnen Systeme auf. Holden erklärt die 14 gebräuchlichsten Methoden der Häuserteilung und erläutert diese jeweils immer an demselben Beispielhoroskop. Dabei wählt er einen systematischen Ansatz und stützt sich auf die Berechnungsgrundlagen und Methoden. Sicher wird heute kaum mehr jemand mit der Logarithmen-Tabelle ein Geburtsbild ausrechnen, aber zur korrekten Begründung einer Häusermanier, wird man sich auch diesen Teil vergegenwärtigen müssen. Andererseits erhebt Holden auch nicht den Anspruch, alle Probleme der sphärischen Astronomie eingehend und bis ins letzte zu beleuchten.

Die vorliegende Publikation versteht sich denn auch als eine Einführung in das Häuserproblem und als ein Beitrag zur Anregung der Diskussion. Gerade in den Fragestellungen um die mit der Häuserteilung zusammen auftretenden Probleme bietet das Buch dem Astrologen eine Orientierung und es wäre wünschenswert, wenn die Häuserdiskussion auf diesem Wege einen Anstoß erhalten könnte.
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rezensionen

merCur: „Das Buch schließt gewiß eine Lücke. Denn der Leser erfährt hier erstmals zusammengefasst, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Häusersysteme liegen. Und er bekommtmehr Klarheit über das system, das er selbst benutzt.“
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