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Astroenergetik
Autor:
Hans-Hinrich Taeger
Seiten:
684
Preis:
28,00 EUR
Status:
Verfügbar
Taeger hat die jeweils archetypischen Energiemuster der Tierkreiszeichen herausgearbeitet, die unsere Erfahrung und damit unser Handeln bestimmen. Durch die vergleichende Darstellung der gegenüberliegenden Zeichen erhalten wir vielfältige Informationen über die Möglichkeiten, die in uns stecken. Lebensläufe berühmter Persönlichkeiten (Sigmund Freud, Aldous Huxley, Hermann Hesse, Leo Tolstoi u.a.) werden genauestens untersucht und dienen als Beispiel, um die Wirkungsweise kosmischer Energien transparent zu machen. Ein Buch, das ein großartiges Panoptikum der zwölf kosmischen Kräfte darstellt.
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leseprobe
Zu den Planetenstichwörtern in Zeichen und Feld
Vor allem für den astrologischen Anfänger ist es wichtig einzusehen, daß es nicht so etwas wie z. B. der
Mars im Widder
oder die
Sonne in der Jungfrau
etc. geben kann. Jeder Planet oder sonstige kosmische Faktor ist durch Winkelaspekte mit anderen Planeten (und deren energetische Eingebettetheit in Tierkreiszeichen und eigene Aspekte) immer nur als ein modifiziertes Energiegemisch und niemals in "reiner" Form auffindbar. Hinzu kommt, dass die Planeten des Horoskop durch die kontinuierlich-wechselnde Bestrahlung der aktuellen Gestirnsstände (Transite) sich in einer ständigen energetischen Mutation befinden. Das Geburtsbild gleicht somit eher einem atmenden, organischen Gebilde, einer lebendigen Wetterlandschaft oder einer kosmischen Umwälzanlage. Im Grunde genommen kann man ihm mit einer mechanistisch-formelhaften Deutung kaum zuleibe rücken. Und wenn wir das trotzdem tun, müssen wir uns der Ausschnitthaftigkeit und Behelfsmäßigkeit, die durch unseren beschränkten Wortschatz noch unterstützt, wird, voll bewusst sein. Nichts im Horoskop ist wirklich statisch, dauerhaft und fixiert. Trotzdem macht dies die Stichworttabellen nicht völlig unsinnig, gibt es doch in all dem energetischen Wechselspiel individuell dominierende Grundthemen, die sich vor allem in der Kombination von Planet-Zeichen-Feld und den begleitenden Winkelstrukturen zeigen. Da es bis zu einer komplexen astroenergetischen Deutungskunst ein weiter Weg ist, erscheint es mir legitim, dem Anfänger durch die Stichworte einen ersten Einstieg zu erleichtern, ihn aber gleichzeitig davor zu warnen, diese rezeptbuchmäßig anzuwenden.
Spiegelt der Planet im Tierkreiszeichen unser energetisches Ausgangspotential wider (
Anlage
), findet er über das
Felderthema (Aufgabe)
einen Kanal oder übergeordnete Sinnausrichtung, für die er dieses Potential einsetzt. Die Tierkreis- oder Planeten-Energie symbolisiert den Treibstoff oder das Benzin, das wir bei Geburt in den Tank unseres Autos gefüllt bekommen. Über das Feld erhalten wir einen Fahrplan, wozu wir dieses Auto gebrauchen – wohin es uns fahren soll. Dieses Erklärungsbild hinkt ein wenig, da wir natürlich verschiedene Treibstoffsorten oder Treibstoffgemische (Venus im Schützen z. B. ist ja bereits ein Gemisch aus Venus und Schütze) und verschiedene Fahrpläne (Besetzung mehrerer Felder) mitbekommen, wobei wir lernen müssen, mehrebnig-synchron und ohne in schizoide Einzelpersönlichkeiten zu zerfallen, unsere Fahrzeug-Staffel im Griff zu behalten und die einzelnen Lernerfahrungen zu einer Gesamtsynthese zusammenzufassen. Da sich Tier- und Felderkreis in Analogie befinden (d. h. 1. Feld entspricht der Widder-Thematik, 2. Feld der Stierthematik, 3. Feld der Zwillingethematik etc.), können die Planetenstichwörter gleichermaßen für Tierkreis- wie Felderdeutungen herangezogen werden. In ihrer Felderanalogie braucht man ihnen nur immer die Worte
Entwicklung von ...
voranzustellen. Dies hieße z. B. bei Mars im 1. Feld: Entwicklung von Idealismus, Entwicklung von Organisationstalent, Entwicklung von Durchsetzungskraft etc. Die negativen Umschreibungen müssen dann natürlich immer mit
Vermeidung von ...
beginnen (Vermeidung von Egoismus, Vermeidung von Despotentum ...).
Bei den Felderdeutungen gelten die gleichen Einschränkungen wie bei den Tierkreisfaktoren: sie sind in Wirklichkeit nur komplex zu erfassen, da über die Aspekte der Planeten die Felder untereinander in einem wechselseitigen Lernprozel3 stehen (Planeten des 12. Feldes entwickeln sich z. B. auch an den Erfahrungen von Planeten des 1. oder 7. Feldes – und umgekehrt). Außerdem werden auch hier durch Transite einzelne Felder zeitweise aktualisiert und dabei durch die planetare und zodiakale Eigenart des entsprechenden Transits moduliert. Da durch Einbeziehung der Felderdeutung gleich drei Hauptfaktoren (Planet, Zeichen, Feld) kombiniert werden, was einiges Geschick erfordert, kann dem Anfänger empfohlen werden, zunächst mit der Tierkreiszeichen-Interpretation (Planet im Zeichen) zu beginnen, um sich mit den Anlage-Möglichkeiten vertraut zu machen. Hat man derart alle Planeten und sonstigen Faktoren des Karmagramms untersucht, kann man dazu übergehen, die Winkelverbindungen und die damit verbundenen Wechselwirkungen und Energiemischungen zu studieren. Hierbei ist es didaktisch sinnvoll, anfangs nur die"großen" Winkel wie Konjunktion, Opposition, Quadrat, Trigon und Sextil zu berücksichtigen und sich kleinere Leckereien wie Halbquadrate, Quincunx, Septile etc. für später aufzuheben. Erst jetzt empfiehlt es sich, das ganze in die übergeordnete Felderthematik zu übertragen und die Hauptlern- und Sinnausrichtungen zu erkennen. Die Arbeit im Felderbereich kann als die Krönung der astrologischen Deutungskunst angesehen werden. Man kann natürlich auch versuchen (wie dies in der amerikanischen Astrologie häufig der Fall ist), die Planet-Felderkombination in den Vordergrund zu stellen, um dann nach und nach Winkelstrukturen und Tierkreisfärbungen zu berücksichtigen. Welche Methode man auch immer wählen mag: ein Geburtsbild
skizziert
immer nur Anlagen und Aufgaben eines Menschen, die er letztlich in eigener karmischer Regie ausgestaltet. Auf diesem Weg kann die Astro-Energetik eine große Hilfe sein. Sie verkehrt sich jedoch dann in den Feind des Menschen, wenn sie im fatalistischen, vorherbestimmenden Sinne mißinterpretiert wird. Astroenergetische Deutung möchte Möglichkeiten öffnen, nicht eliminieren!
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rezensionen
Meridian 3-2007:
"Ich kenne kein Buch, das die Bezüge der modernen westlichen Astrologie mit dem alten Weisheitswissen der Tibeter zusammengebracht hat, wodurch die Astrologie an Reichtum und Tiefe gewonnen hat und eine riesige Fülle an Bildern und archetypischen Bezügen."
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