ARTIKEL 1741 VON 1951

Astrologie mit Tarot

In diesem Buch erfahren Sie, wie man mittels der Tarotkarten das eigene Horoskop besser verstehen kann.
Art.-Nr.: 122

Ernst Ott

Produktform:  Hardcover, 115 Abbildungen
Seitenzahl:  216
ISBN:  3-89997-122-1 / 978-3-89997-122-4
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.445 kg

Produktdetails

In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie mittels der Tarotkarten das eigene Horoskop besser verstehen können. Der Autor stellt alle Methoden und Legetechniken vor, die er im Verlauf von Beratungen entwickelt hat, bei denen er Astrologie mit Tarot kombiniert hat. Die Astrologie zeigt den übergeordneten Sinn- und Bedeutungszusammenhang. Der Tarot hingegen spiegelt als Augenblicksorakel den aktuellen inneren Zustand des Fragers. Zwar nimmt auch er uns nicht die konkrete Entscheidung für unser Tun ab, gibt jedoch durch das gezogene Bild eine sinnlich erfassbare Momentaufnahme des gegenwärtigen Entwicklungsstandes. Vereinfacht ausgedrückt: Die Sterne wissen nicht, wie Sie Ihre Potenziale zur Zeit konkret leben, Ihr Unbewusstes aber weiß es und führt Ihre Hand beim Kartenziehen.

Autorenporträt

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 Ernst Ott

Ernst Ott, geboren 1950 in Winterthur war zehn Jahre Lehrer. Seither lebt er in Deutschland und wirkt hauptberuflich als beratender Astrologe mit Schwerpunkt Partnerfragen. Außerdem leitet er eine Astrologieschule mit Klassen in Karlsruhe, Rottenburg und München. Er schreibt regelmäßig Artikel in astrologischen Fachzeitschriften und ist ein beliebter Vortragsredner.

Leseprobe

Das Bildhafte verbindet die Astrologie mit dem Tarot.

Die geniale Schöpfung der Tarot-Karten präsentiert nämlich keine abstrakten Symbole, die erst in Bilder übersetzt werden müssen, sondern fertig gemalte Bilder unseres Innenlebens. Insofern ist der Tarot einfach eine Hilfe und Ergänzung. Auch hier geht es um das Zeichen- und Symbolhafte. Genau wie in der Astrologie muss gedeutet werden. Der Klient, welcher den Teufel zieht, wird natürlich im Leben nicht ebenfalls dem Teufel mit den Pferdehufen begegnen. Es geht nicht um das Bild an sich, sondern um eine dem Bild ähnliche Figur im Inneren des Fragestellers.

In der praktischen Arbeit ergänzen sich die beiden Systeme ideal. Auf einigen Tarot-Karten hat man den Eindruck, direkt ein astrologisches Symbol abgebildet zu sehen. Dennoch sind sie nie genau deckungsgleich. Die Ähnlichkeit zwischen astrologischem Zeichen und Tarot-Bild ist zwar groß genug, um den Bezug zu erkennen, andererseits sind die Unterschiede deutlich genug, sodass wir jedes Mal neue Anregungen erhalten.

Eine meiner Klientinnen, eine 35-jährige Frau, hatte ein starkes Saturn-Thema, das schon in ihrem Geburtshoroskop angelegt war und das in der aktuellen Lebensphase besonders in den Vordergrund trat. Sie hatte sehr viel Stress in ihrem Alltag und mit ihren Kindern, die sie allein erzog. Aufgrund der jetzt zu entwickelnden Saturn-Anlage entnahm sie der Horoskop-Analyse für sich das Motto: «Effizient arbeiten, abgrenzen lernen, Verantwortung übernehmen!» Zuletzt sagte sie: «Ich wünsche mir mehr Reife und Gelassenheit und dass ich ohne Hektik eins nach dem anderen erledige, Schritt für Schritt.» Eine schöne Aussage, bestens zu ihrem Saturn passend.

Als ergänzende Tarot-Karte zog sie anschließend den Eremiten. Diese Karte hat tatsächlich große Ähnlichkeit mit Saturn, denn ein weiser alter Eremit geht dort seinen Weg. Das konnte einerseits als Bestätigung der gefundenen Deutung gelten, warf aber gleichzeitig ein neues Licht auf dieses Thema, denn die Frau sagte: «Der Eremit geht ganz allein seinen Weg, ohne Gepäck – wie beneidenswert!» Im darauf folgenden Gespräch bemerkte die Klientin, dass sie selbst zu viel Gepäck herumschleppte, sogar solches, das eigentlich anderen Leuten gehört. Sie hörte nun, wie der Eremit zu ihr sagte: «Trage nur deine eigene Verantwortung, geh’ den eigenen Weg und verliere dich nicht in Alltäglichkeiten!» Diese Deutung war eine wichtige Ergänzung, die man zwar auch aus dem Horoskop hätte lesen können, aber der Tarot drückte es auf der bildhaften Ebene direkt und für die Betroffene unmittelbar verständlich aus. Als beratender Astrologe hatte ich daher die Freude, zu beobachten, wie die Deutung von der Klientin selbst entwickelt wurde, was bei der Astrologie ohne vorhandenes Fachwissen nicht funktionieren könnte.

Manchmal passt die ergänzende Tarot-Karte auf den ersten Blick gar nicht zu der gefundenen Horoskop-Aussage. Wenn man sich Zeit lässt, erweist sie sich jedoch oft als ausgleichender Zusatz-Ratschlag. Mit einer anderen Klientin hatte ich derart intensiv die Pluto-Themen und deren psychologische Hintergründe aufgearbeitet, dass eine gewaltige Intensität in der Luft lag, als die Sitzung dem Ende entgegenging. Die Klientin hatte schonungslose und intensivste Arbeit an sich selber geleistet. Doch der Tarot antwortete ergänzend mit der Drei der Kelche, einer Tanzszene von feiernden und jubelnden Frauen.

Das Bild strahlt eine derart unbeschwerte Leichtigkeit aus, dass die Klientin sich zuerst brüskiert fühlte, wie wenn der Tarot ihre leidenschaftliche Bemühung nicht ernst nehmen wollte. Doch bald fanden wir im Gespräch heraus, dass genau diese Leichtigkeit die notwendige Ergänzung ist, und die Klientin nahm sich vor, zwei Freundinnen zu kontaktieren, von denen sie wusste, dass beide keinerlei psychologische Komplexe wälzen würden, sondern feiern und lachen wollten. Jedes Ding zu seiner Zeit! Der Tarot ergänzte und korrigierte hier eine gute, aber etwas einseitige Horoskop-Sitzung.

Das Wissen um die astrologische Symbolik im Tarot ist die Voraussetzung für ein gutes Zusammenspiel der beiden Orakel-Techniken, auch sollte man die Geschichte und Symbolik des Tarot etwas kennen. Diesen Zwecken dient das vorliegende Buch. Außerdem liefert es praktische Hinweise und astrologische Legetechniken.

Sowohl Astrologie als auch Tarot arbeiten mit offenen Bildsymbolen. Beide Künste erfordern Verantwortungsbewusstsein und Geschick des Beraters, um die jeweiligen Gefahren und Chancen zu erkennen. Das große Plus der Tarot-Methode ist jedoch ihre unmittelbare Verständlichkeit. Wenn die Bildfantasie der Klientin oder des Klienten mit einbezogen wird, wie ich es mit diesem Buch anregen möchte, dann können die Betroffenen selbst bei der Deutung mitwirken. Das Ergebnis ist eine Demokratisierung des Erkenntnisprozesses. Die Klienten sind dabei weniger dem Fachwissen einer Autorität ausgeliefert. Unser Leistungsdruck als Astrologen, stets die «richtige Deutung» vorformuliert bereitzuhalten, entspannt sich, wenn wir die Tarot-Karten hinzuziehen. Die Sitzung wird durch ein kreatives Element bereichert und vertieft, denn Bilder sprechen unmittelbar die Seele an.

Auch Bilder aus Träumen können eine ähnliche positive Wirkung entfalten. Wer einmal erlebt hat, wie sehr eine astrologische Sitzung an Prägnanz und persönlicher Betroffenheit gewinnt, sobald die Klientin einen Traum erzählt, der weiß, wie archetypische Bilder wirken. Wenn keine Träume mitgebracht werden, dann haben wir welche zur Hand: Der Tarot enthält nichts anderes als die archetypischen Wahrträume der Menschheit. Die 78 Tarot-Karten fassen die Traummuster aller Menschen zusammen. Schon bevor die Tarot-Arbeit beginnt, kennen wir diese 78 Szenen bereits, denn wir träumen dauernd von diesen Urgestalten, wenn auch manchmal in leicht veränderter Kostümierung. Die Tarot-Karten sind direkt, schonungslos, märchenhaft und trostreich wie unsere Träume, wie unser Innenleben.

Rezensionen

Hajo Banzhaf in Astrologie Heute Nr. 116: Der Wert des Buches liegt aber vor allem darin, dass der Autor die Verschiedenheit der beiden System deutlich macht und nutzt. Denn gerade weil Astrologie und Tarot so unterschiedlich sind, ergänzen sie sich in der Beratung vorzüglich. Und genau da liegt der Schwerpunkt dieses Buchs. Ernst Ott schöpft aus grosser Erfahrung und zeigt, wie die astrologische Beratung durch Tarot farbiger, vielseitiger und ergiebiger wird.

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