ARTIKEL 433 VON 1951

Astrologische Menschenkunde Bd. 4 (M)

Das lebende Modell
Art.-Nr.: 4859

Thomas Ring

Produktform:  Hardcover
Seitenzahl:  292
ISBN:  978-3-89997-118-7
EAN:  9783899971187
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.437 kg

Produktdetails

Der vierte Band dieses Lehrwerks geht von der Lebenspraxis aus und befasst sich mit den Themen Mängel, Fehlhaltungen, Vorzüge und Ergänzungen. Neben aktuellen Erscheinungen wie Aggression oder Angst werden Erziehungsfragen und Seelenkrisen und deren Bewältigung behandelt. Durch das Beobachten des lebenden Modells befreien wir uns vor deterministischen Aussagen.

Autorenporträt

Alle Bücher dieses Autors

 Thomas Ring Thomas Ring (1892 – 1983) führte ein langes und wechselvolles Leben als Schriftsteller, Maler, Philosoph und Astrologe. Als Mitglied der Künstlergruppe "Der Sturm" wurde er in der Öffentlichkeit hauptsächlich als Maler bekannt. Thomas Ring hinterließ auch viele Gedichte, Essays, Theaterstücke und verschiedene andere Schriften. Trotz aller Vielseitigkeit herrscht weithin Einigkeit darüber, dass die wesentliche Bedeutung Thomas Rings in seinem astrologischen Werk liegt. Die "Astrologische Menschenkunde" (4 Bde.) gilt als der Kern des astrologischen Werkes von Thomas Ring.

Leseprobe

Das neue Menschenbild der revidierten Astrologie

Zeitgenossen, die positiv zur Astrologie stehen, ohne tiefer in ihr Wesen eingedrungen zu sein, genügen sich meist an der Konzession, man müsse das Horoskop in unser Menschenbild einbeziehen. Das heißt also, daß wir Charakter und Verhalten des Menschen in der Hauptsache schon mit gebräuchlichen Mitteln verstünden; zusätzlich mag dann etwas hinzukommen, was die Astrologie - auf den heutigen Stand der Forschung gebracht - zu sagen habe. Denkgewohnheiten sind mächtig. Es handelt sich nach dieser Auffassung um eine Fortsetzung von bisher Bekanntem in das Unbekannte hinein, eine Art von kosmischer Umwelttheorie.

Was dagegen die revidierte Astrologie, aus ihren Grundlagen begriffen, bringt, ist eine völlig neue Konzeption des Menschen. Hierin wird sie zum Diskussionspunkt des geistigen Umbruchs unserer Gegenwart.

Wohl kaum ein Mitlebender nimmt die Gegenwart als unproblematisch hin. Er entdeckt eine Menge von Übelständen. Ist von den Ursachen die Rede, so werden Ichsucht, Materialismus, Machtstreben, anwachsende Aggressivität und anderes genannt, dem man moralisch beizukommen sucht. Die Ergebnislosigkeit solcher Bemühungen rührt aber nicht zuletzt daher, daß die gerügten Übelstände oft die gleiche Wurzel haben wie die vielgepriesenen Errungenschaften der Neuzeit. Wir können konkret verschiedenartige und verschiedenwertige Erscheinungen als symptomatisch für eine bestimmte Denkweise betrachten. Obzwar entgöttert und in Religionsfragen nihilistisch, ist es doch keine  glaubenslose Zeit, in der  wir leben. …

Astrologen sollten hellhörig sein dafür, dass die Gerade nicht das einzig gültige Denkmodell abgibt. Sie haben im Tierkreis ein Mandala alter Kulturen, einer zyklischen Denkweise, zu hüten. Abgesehen vom Inhalt, der weltanschaulichen Bedeutung dieses Symbols, ist ein Denkmodell nicht nur wichtig für den Stil des Denkens, sondern für die gesamte Einstellung zur Welt. Was im Kreis sich gegenüber liegt, bezeichnet keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern polaristische Aufrundung einer Einseitigkeit. Denken wir in Zyklen als einer sich wiederholenden Abfolge von Stufen, deren eine aus der anderen hervorgeht und die sich zu einem Ganzen zusammenschließen, als Ablauf, worin jede Phase zum Ausgangspunkt zurückstrebt, so kann das Frühere in einem Zyklus gar wohl die Folge von Späterem in einem vorangegangenen Zyklus sein. An „frühere" und „spätere" Zeichen im Tierkreis gedacht: welche Urteile ich gemäß dem geistig beweglichen Zeichen ZWILLINGE abgebe, hängt daran, wie ich entsprechend der SKORPION-Stufe in vorangegangenen Kreisläufen negative Erfahrungen seelisch verarbeitet und in positive Stellungnahmen umgemünzt habe. Es kann mir dabei auch die Überwinderkraft von Vorfahren zugute kommen. Dergleichen ist aber nur dann unstreitbar der Fall, wenn die Urteilsform nicht von Einflusszonen am Himmel (den „Sternbildern") herstammt und mechanisch bewirkt wird, sondern der Kreis ein Zusammenschluss organischer Prinzipien existentiell wichtiger Verhaltensweisen ist, die sich im Auseinandersetzen mit den Dingen der Welt verändern können. So die Auffassung der revidierten Astrologie.

Tierkreisprinzipien sind gestufte Formen der Auseinandersetzung des Organismus mit seiner Umwelt. Von Auseinandersetzung kann die Rede sein, wenn Erfahrungen gegebenenfalls das Verhalten ändern in der Tendenz, es zu verbessern. Für das Ergebnis bei ZWILLINGE ist demnach mit ausschlaggebend, wie und mit welcher Gründlichkeit das zweiflerische Prinzip SKORPION in der Vergangenheit an die Objekte herangetragen wurde: abfällig, herunterreißend, indem einem Zerstörungstrieb nachgegeben wurde, oder Erkenntnis suchend, indem das zweiflerische Vorgehen tiefer schürfend zum Grund der Erscheinungen vordrang, lediglich Unhaltbares und Ungesundes ausmerzend.

Während im Leben als gerade Strecke verstanden der Tod das befürchtete Ende ist, der Stillstand der Leistungsmaschine, lässt das Kreislaufdenken ein „Stirb und Werde" zu — die Umpolung der organischen Zeit —, Regeneration, Wiederholungswert. Dasjenige nämlich, was geradlinig gedacht nur Verbrauch, Ermüdung, Sinken der Lebensenergie, Entkräftung brächte, wurde aufgearbeitet zu wiedergewonnener Befähigung, zur Voraussetzung eines neuen Anfangs.

Warenkorb

Summe Artikel (netto) 0,00 €
Summe Artikel (brutto) 0,00 €
Gesamtsumme 0,00 €
Zum Warenkorb
Zur Kasse

News

  • Der aktuelle Katalog Juli 2017
    Weiter
  • Merkur rückläufig Kalender 2017
    Weiter
  • Artikel: Erste Schritte in ein neues Leben
    Weiter
  • Monika Heer -Neptunwelten
    Weiter
  • Videopräsentation zu "Das Comeback der Generation X"
    Weiter

Postkarten

Bitte klicken auf die Bilder um die Postkarte im Detail zu sehen.

Bestellen

* zzgl. Versandkosten