ARTIKEL 1681 VON 1954

Die Acht Bücher des Wissens

Matheseos Libri VIII
Art.-Nr.: 171

Firmicus Maternus

Produktform:  Hardcover, 8 Abbildungen
Seitenzahl:  456
ISBN:  978-3-89997-171-2
EAN:  9783899971712
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.639 kg

Produktdetails

Firmicus Maternus hat mit seinen im 4. Jahrhundert nach Christus verfassten acht Büchern des Wissens das umfangreichste Lehrbuch der Geburtsastrologie hinterlassen. Nach einer Erwiderung an die Gegner der Astrologie gibt er in den folgenden sieben Büchern einen Grundriss der antiken Astrologie. In Buch II behandelt er u.a. klassische Würden, Dekane, Grenzen, Hyleg oder Spiegelpunkte. Die Stellung der sieben Planeten in den einzelnen Häusern und das Thema Mundi kommen in Buch III zur Sprache. Buch IV widmet er gänzlich dem Mond, während in Buch V der Aszendent und die Planeten in den Zeichen behandelt werden. Die Aspekte bespricht er in Buch VI. Horoskope aus verschiedenen Lebensbereichen wie Beziehung, Beruf oder Krankheit stehen im Mittelpunkt von Buch VII. Einen Höhepunkt bildet seine im abschließenden Buch VIII dargelegte Lehre von den Sternbildern und der Deutung der Tierkreisgrade. Damit ist dies eines der wichtigsten Bücher der klassischen Astrologie, das aus dem Altertum erhalten geblieben ist.

Autorenporträt

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Firmicus Maternus stammte vermutlich aus Syrakus (Sizilien) und war als Rechtsanwalt tätig. Um das Jahr 332 n. Chr. schrieb er die Mathesis. Später trat er zum Christentum über und verfasste eine Schrift mit dem Ziel, die Heiden auszurotten.

Leseprobe

Der Mond mit den anderen Planeten in den Kardinalorten

Besetzt der Mond mit der Sonne zusammen das Horoskop und steht er in Zeichen, in denen er sich freut, in denen er erhöht ist oder in seinem eigenen Hause, aber frei von den Strahlen der Sonne, so ergibt er berühmte, wohlhabende Eltern.

Dasselbe gilt, wenn der Mond mit der Sonne unter den gleichen Umständen in Himmelsmitte steht. Besetzt der Mond aber zusammen mit der Sonne den Untergang, d.h. den 7. Ort der Genitur, oder das IC, so bringt er Sklaven oder Elende oder Degenerierte hervor oder die Nativen kommen auf die Proskriptionsliste oder haben bettelarme Eltern.

Aspektiert jedoch der Mars diesen Mond übel und steht er zu beiden, d.h. zu Sonne und Mond, in Opposition, so schwächt er den Körper durch einen schweren Fehler und zeigt häufig Blindheit an. Sind aber Sonne, Mond und Mars in denselben Graden zusammengestirnt, so droht sowohl den Eltern als auch dem Nativen selbst der Rückfall in die Armut und ein gewaltsamer Tod.

Besetzt der Mond mit dem Saturn zusammen das Horoskop, so bedeutet dies Erstgeborene, deren Mütter werden aber Witwen oder betätigen sich in Tempeln, und den Nativen selbst stehen infolge von Geschäften oder durch Frauen schwere Verluste bevor. Dasselbe gilt, wenn der Mond mit dem Saturn zusammen im MC steht.

Im Untergang und in der Himmelstiefe bewirkt obige Konstellation, dass die Mutter des Geborenen in die Sklaverei gerät, während der Native selbst entweder in die Gefangenschaft gerät oder von den Eltern getrennt wird, aber alles dieses je nach der Beschaffenheit der Zeichen und Grade.

Der Mond zusammen mit dem Jupiter im Horoskop bezeichnet eine Mutter aus hervorragend edlem Geschlecht. Die Geborenen sind religiös, berühmt, vornehm und mächtig und imstande, in gewisser Weise die Zukunft vorher zu wissen, was genauso der Fall ist, wenn diese Konstellation im MC stattfindet. Im 7. Ort der Genitur und in Himmelstiefe bewirkt besagte Konstellation, dass der Native das väterliche Erbteil verschleudert, aber später mit Hilfe seiner Freunde und durch Beerbung seiner Verwandten außerordentlichen Wohlstand erwirbt. Aber wie wir schon häufig betont haben, darf man nie die Wirkung der einzelnen Grenzen und Orte außer Acht lassen.

Ist der Mond zusammen mit dem Mars im Horoskop anzutreffen, so zeigt er eine fremde oder schwächliche Mutter an, und die Nativen selbst leiden an einer Schwäche der Augen oder des Bauches. In einer Taggeburt macht diese Konstellation den ganzen Körper schwächlich und lässt den Genitureigner einen Körperteil durch Amputation verlieren, was auch für besagte Konstellation in Himmelsmitte gilt. Besetzt der Mond zusammen mit dem Mars den Untergang, d.h. den 7. Ort der Genitur, oder das IC, so werden die Geborenen ihre Heimat verlassen und in fremde Gebiete ziehen.

Eine Verbindung des Mondes und des Mars in diesem Orte mit dem Merkur bedeutet Straßenräuber, Piraten, Mörder, Tempelräuber, Tempelschänder, Verbrecher und Leute, die wegen derartiger Verbrechen vom Staate bestraft werden.

Alles dieses aber, wie so häufig betont, geschieht je nach der Qualität der Zeichen. In Verbindung mit Saturn sind Wächter von Staatsgefängnissen angezeigt, die stets mit Verbrechern zu tun haben. Sie werden in Situationen kommen, in denen sie sogar ihre Feinde anbetteln werden. Andere beschließen ihr Leben im Gefängnis. Aspektiert der Jupiter diese alle irgendwie, so werden die Genitureigner in Tempeln als Diener ihren Beruf finden.

Der Mond zusammen mit der Venus im Horoskop oder in Himmelsmitte bedeutet allgemein bekannte, vornehme und sehr mächtige Menschen. Im 7. oder 4. Ort der Genitur dagegen bezeichnet er eine Mutter aus niederem Stand, aber auch Leute, denen es niemals an den nötigen Mitteln für ihren Lebensunterhalt mangelt, die aber in frühester Jugend unter Verleumdungen zu leiden haben. Mond und Venus bezeichnen in allen Zeichen und Orten die Gatten zweier Schwestern, Gattinnen zweier Brüder oder Verwandte, die durch das Band der Ehe verbunden sind.

Wenn der Mond zusammen mit dem Merkur das Horoskop oder das MC besetzt, so bezeichnet er Leute, die durch die Wissenschaften berühmt werden, und vornehme, zu allen Geschäften geeignete Menschen. Findet besagte Konstellation im 7. Ort oder im 4. Ort der Genitur statt, so betreiben die Nativen Kredit- oder Zinsgeschäfte. Dieses alles war noch zum Schlusse dieses Buches zu sagen.

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Heike schreibt: 12.03.2016
Ein Dank dem Verlag, dass dieses Meisterwerk der klassischen Astrologie auf Deutsch zur Verfügung steht. Es ist die ideale Ergänzung zu Prolemäus.

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