Literarische Astrologie

2000 Jahre Astrologie in der Dichtung der Welt
Art.-Nr.: 3779

Reinhardt Stiehle und Bertram Wallrath (Hrsg.)

Produktform:  Paperback, Verlagspreis € 19,90, mit leichen Lagermängeln
Seitenzahl:  278
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.504 kg

Produktdetails

Astrologisches Gedankengut blüht und gedeiht, wo man es zunächst kaum vermutet, nämlich in den Werken der Weltliteratur. Zu allen Zeiten fand astrologisches Denken seinen Niederschlag in Romanen, Erzählungen, Dramen oder Gedichten. Dies erschöpft sich aber nicht nur in der Beschreibung von Tierkreistypologien. Es ist geradezu erstaunlich, mit welch profunder Sachkenntnis mancher Schriftsteller bestimmte astrologische Themen darlegt. Und mindestens genauso überraschend ist festzustellen, in welchen Werken der Literatur sich ganz und gar unvermutete Hinweise auf das Horoskop finden lassen. Die Herausgeber haben in diesem Band Textstellen von über 300 Autoren aus 2000 Jahren mit astrologischen Bezügen zusammengestellt und damit eine unvergleichliche Anthologie geschaffen. Der astrologische interessiert Leser wird ebenso auf Neues stoßen wie der Freund der schönen Literatur und wahre Sternstunden der Astrologie erleben.

Leseprobe

ALF LAILA WA-LAILA – TAUSENDUNDEINE NACHT (ca. 8.Jh.)

Ein Barbier, gelehrt in der Astrologie
Und er nahm das Astrolab, ging in die :Mitte des Hofes, hob den Kopf zu den Strahlen der Sonne und blickte eine lange Zeit hindurch. Dann sagte er zu mir: ,Wisse, von diesem unserem Tage, der da ist ein Freitag, und zwar Freitag der zehnte Safar im 653. Jahre seit der Hidschra des Propheten – über ihm sei herrlicher Segen und alles Heil! – und im 7320. Jahre der alexandrinischen Zeitrechnung, dessen Taggesgestirn nach den Regeln der Wissenschaft der Berechnung der Mars ist, sind verstrichen acht Grade und sechs Minuten. Nun aber trifft es sich so, dass in Konjunktion mit dem Mars Merkur steht, und das ergibt einen günstigen Augenblick für das Schneiden der Haare; mir ist aber auch offenbar, dass du mit jemandem vereint zu sein wünschest, der dadurch beglückt ist. Aber danach kommt ein Streit, der sich zutragen wird, und eine Sache, die ich dir nicht nennen will.«(1) Ich aber rief: »Um Gottes willen, du ermüdest mich und verkürzest mir mein Zehen und weissagst mir noch dazu Unglück. Ich habe dich holen lassen, damit du mir den Kopf scherst, und zu keinem Zwecke sonst; also auf: scher mir den Kopf und rede nicht langer!« Er darauf: »Bei Allah, wenn du nur wüsstest, was dir widerfahren wird, so würdest du heute nichts unternehmen, und ich rate dir, tu, wie ich dir nach der Berechnung der Konstellationen sage!« Ich sagte: »Bei Allah, nie noch sah ich einen Barbier, gelehrt in der Astrologie, wie dich; aber ich weiß sicher, dass du viel scherzest. Ich habe dich nur gerufen, damit du mir den Kopf scherst, aber du kommst zu mir mit diesem traurigen Geschwätz.« Da erwiderte der Barbier: »Und was willst du mehr? Allah gewährte dir in seiner Güte einen Barbier, der Astrolog ist, gelehrt in der Alchimie und der Chiromantie...
aus: Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten, 1921–1928
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(1) Der Barbier erstellt eine Elektion

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