Wenn es verletzt, ist es keine Liebe

Die Gesetzmäßigkeiten erfüllter Partnerschaft.
Art.-Nr.: 3659

Chuck Spezzano

Produktform:  Paperback
Seitenzahl:  412
ISBN:  978-3-442-21722-9
EAN:  9783442217229
Menge:
wird vorgemerkt! Gewicht: 0.414 kg

Produktdetails

Spezzano fügt den geläufigen psychotherapeutischen Ansätzen eine neue Dimension hinzu: die Spiritualität, anders gesagt, unsere Beziehung zu Gott. „Wenn es verletzt ...“ beschreibt in 366 Kurzkapiteln die Mechanismen dieser spirituellen Psychologie. In jedem Kapitel wird eine Gesetzmäßigkeit kurz erklärt und ergänzt durch eine Übung, mit deren Hilfe wir das Problem meistern können. Grundlage von Spezzanos Betrachtungsweise ist die Erkenntnis, dass nichts zufällig passiert – schon gar nicht in Beziehungen. Auf magische Weise ergänzt oder spiegelt unser Partner, im Beruf oder in der Ehe, immer die Stärken oder Schwachpunkte der eigenen Persönlichkeit. So gesehen können wir jede Situation für einen Erkenntnisgewinn produktiv nutzen..

Autorenporträt

Alle Bücher dieses Autors

 Chuck Spezzano Chuck Spezzano hat einen Magister in Soziologie und erwarb seinen Doktortitel in Klinischer Psychologie an der United States International University, San Diego, Kalifornien. Von 1973 bis 1979 war er als Psychologe am "United States Naval Drug Rehabilitation Center" tätig und erzielte beachtliche Erfolge bei der Behandlung der Kriegstraumata von Vietnam-Veteranen. Anschließend arbeitete er in der Paar- und Familienberatung.Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Leseprobe

EINLEITUNG

Dieses Buch stellt eine Sammlung von Prinzipien dar, die allesamt heilend wirken. Sie gründen sich auf das, was sich für mich persönlich und für meine Arbeit als Therapeut über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren als hilfreich erwiesen hat und auch auf meine mehr als elfjährige Tätigkeit als Eheberater.

Einige der Lektionen mögen allzu einfach, geradezu banal erscheinen. Sie haben, nach meiner Auffassung, nun einmal die Einfachheit grundlegender Erkenntnisse. Für mich gilt ohne jede Einschränkung, daß diese Prinzipien wirksam werden, wenn man sich nur auf sie besinnt. Einige dieser Prinzipien gehören zum Kern der „Psychology of Vision“, die ich seit meiner Doktorarbeit immer weiter entwickelt habe. In meiner Arbeit als Therapeut habe ich ungezählte Situationen erlebt, in denen mir die Erfahrung tiefgreifender Veränderungen und wundergleicher Ereignisse vergönnt war. Immer und immer wieder strebe ich danach, diese Prinzipien zu leben, vor allem dann, wenn ich im Alltag vor Probleme gestellt werde.
Dem Leser wird bald deutlich werden, daß viele dieser Prinzipien über das allgemein Erfahrbare hinausgehen. Genau das sollen sie! Mir sind viele dieser Prinzipien in überaus erstaunlichen, verstandesmäßig kaum faßbaren Erfahrungen bewußt geworden. Sie stellen, zumindest teilweise, meine Erkundung des Unterbewußten dar. Obgleich da noch unendlich viel zu erkunden bleibt, stellt das bisher Erkannte doch einen guten Beginn dar.
Dieses Buch ist uneingeschränkt spirituell. Es spiegelt, wie ich immer wieder bestätigt gefunden habe, Wesentliches des menschlichen Geistes und menschlicher Erfahrung.
Ob du, lieber Leser, nun an das im Buch Dargestellte glaubst oder nicht, ob dich mein Buch anspricht oder nicht – es kann dir eine Hilfe sein, wenn du seine Anregungen beherzigst.
Abschließend sei gesagt, daß dies Buch ein Geschenk sein will, nämlich die Welt in einer Weise zu erfahren, die Schmerzen heilt. Ich habe eine Fülle seelischen Schmerzes in meinem Leben gesehen, und ich gehe inzwischen davon aus, daß die meisten Schmerzen, wenn nicht gar jeder Schmerz, absolut vermeidbar sind. Dies ist mein Geschenk an dich – der ernst gemeinte Wunsch, daß du in deinem Leben die Liebe und das Glück finden wirst, die du verdienst.

In vieler Hinsicht ist dies Buch auch ein Geschenk an mich selbst; ich denke dabei an die Inspiration, die ich von allen Lehrern, Therapeuten und Menschen voller Weisheit und Herz empfangen habe, die mir helfen zu lernen und umzulernen. Dieses Buch ist Ausdruck meines tief empfundenen Dankes an sie alle.

Wie man mit diesem Buch umgehen sollte

Dieses Buch wurde im Blick auf viel beschäftigte Menschen geschrieben. Wenn du wenig Zeit hast, lies einfach eine Lektion pro Tag und setze die Übungen um. Solltest du mehr als einen Tag benötigen, um eine Übung abzuschließen, laß dir ruhig die Zeit, die du brauchst. Nach meiner Vorstellung ist es jedoch nicht sinnvoll, länger als eine Woche auf eine einzelne Lektion zu verwenden.
Wenn du Hilfe bei einem bestimmten Problem suchst, wähle intuitiv eine Zahl zwischen 1 und 366 und wende die gefundene Lektion auf deine besondere Situation an. Wenn du mit Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen zusammentriffst oder auch wenn du gemeinsam mit deinem Partner, mit Freunden oder Familienmitgliedern nach Lösungen für Probleme suchst, kann jeder Anwesende eine Zahl nennen oder einfach das Buch an einer beliebigen Stelle öffnen, um die Frage zu entdecken, die ihn am stärksten beschäftigt.
Wenn du das Buch in etwa einem Jahr durchgearbeitet hast, wirst du wahrscheinlich den Wunsch verspüren, die Lektionen als einen täglich heranzuziehenden Führer zu nutzen. Du könntest dich dann entscheiden, die Lektionen in der Reihenfolge zu wiederholen, in der du sie im Buch findest, oder aber du wählst die Lektion aus, die am besten geeignet scheint, dir an einem bestimmten Tag zu helfen.

1. Zwischenmenschliche Nähe vermag alles zu heilen

Was dich auch immer in einer Beziehung belasten mag, was immer Zweifel aufkommen läßt oder Schmerzen bereitet, um welches Problem es sich auch immer handelt, die Antwort stellt sich ganz sicher ein, wenn du wahrhaft auf deinen Partner zugehst. Diese von Liebe getragene Bewegung auf den Partner hin bedeutet keinesfalls Aufgabe der eigenen Position oder der eigenen Werte. Auf den Partner in Liebe zuzugehen, würde schon ausreichen, all die Erstarrung, all die Zweifel, all die Leere zu überwinden, die sich manchmal in eine Beziehung einschleichen. Dich auf deinen Partner zuzubewegen kann bedeuten, daß du mit der Langeweile, der Angst, dem Gefühl, nicht genügend beachtet zu werden, fertig wirst, denn sich auf den Partner einzulassen, eine neue Ebene der Zusammengehörigkeit zu finden, das könnte und würde alles heilen.

Also, nimm dir heute ein wenig Zeit und beschäftige dich mit dem Problem, das zwischen dir und deinem Partner steht. Dann stelle dir vor, wie du auf deinen Partner zugehst, spüre, wie du ihm näher und näher kommst. Wenn du dies in der beschriebenen Weise tust, erreichst du den Punkt, an dem du mit deinem Partner eins wirst, dann bist du jenseits des Problems, jenseits der Erstarrung, jenseits der Zweifel und jenseits der Angst. Du hast deinen Partner erreicht.
Wenn du mit irgend jemandem zur Zeit eine Auseinandersetzung auszutragen hast, so gehe auf ihn zu. Wenn du heute spürst, dass zwischen dir und einem anderen Menschen eine zu große Distanz liegt, überbrücke sie. Du kannst dabei direkt auf den anderen zugehen oder ihn anrufen oder einen Brief schreiben. Laß den anderen teilhaben an der Wahrheit deiner eigenen Gefühle; versuche nicht, deine Gefühle zu ändern, sondern sage:
„Ich möchte nicht, daß dies zwischen uns steht. Ich möchte dir die Hand reichen. Mir ist dieser Schritt überaus wichtig. Du bist mir wichtiger als das Problem."
Laß dich heute dabei von nichts aufhalten. Liebe zählt mehr als alles andere. Betrüge dich nicht selbst. Verhilf dir selbst zu der Wohltat, den anderen zum Verbündeten zu haben, ihn zum Partner zu machen, zu deinem Freund, zu einem geliebten Menschen und, schließlich, zu deinem Retter.

2. Jedes Verhalten, das nicht Liebe zum Ausdruck bringt, ist ein Schrei nach Liebe

Schau dich heute aufmerksam um. Betrachte all die verschiedenen Verhaltensweisen, die die Menschen um dich zeigen. Welche sind von Liebe bestimmt? Welche nicht? Jedes Verhalten, das nicht von Liebe geprägt ist, ist ein Schrei nach Liebe, ein Schrei, der besonders nach deiner Liebe verlangt. Jeder Angriff auf dich, wann und wo er auch erfolgt, entspringt der Sehnsucht nach deiner Liebe. Deine Bereitschaft, auf dieses Verhalten zu reagieren, und zwar nicht durch eine Abwehrhaltung, sondern durch eine Öffnung gegenüber dem Angreifer, bringt dir einen Verbündeten, der dir treu verbunden ist und dir in schweren Zeiten den Rücken decken wird. Jetzt aber ist die Zeit, zu der er dich braucht!
Du weißt genau, wie man sich fühlt, wenn man der Hilfe dringend bedarf. Du weißt, wie häufig du nach Hilfe gerufen hast, ohne dich deutlich erkennen zu geben und ohne von deiner Notlage zu sprechen. Menschen in Not teilen dir genau das ständig mit. Verhalten, das nicht Liebe ausdrückt, ist ein Ruf nach Liebe. Manche Menschen sind in Erstarrung gefangen, andere in aggressivem Verhalten. Schau dich um. Wer ruft dich, weil er auf deine Reaktion wartet? Wer ruft dich, weil er möchte, daß du auf ihn zugehst? Wer ruft dich, weil er deine Hilfe braucht?

Denke an den Menschen, der in deinem Leben die größte Bedrohung darstellt. Stelle dir vor, daß du mit diesem Menschen zusammen bist und offen und aufgeschlossen auf ihn zugehst, weil dir bewußt ist, daß sein aggressives Verhalten nichts anderes ist als der Ruf nach deiner, ausdrücklich deiner Hilfe. Von welcher Art ist die Hilfe, die er von dir erwartet? Auf welche Weise kannst du ihm behilflich sein? Frage dich, auf welchem Weg du auf seinen Ruf eingehen willst. Hast du das Gefühl, daß ein Anruf angemessen wäre? Ein paar Zeilen? Ein Geschenk? Ein Gespräch? Wenn du anderen Menschen Hilfe gewährst, wird dir aufgehen, daß dies genau die Menschen sind, die Antworten für dich bereithalten, vielleicht nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt, aber doch in der Zukunft, vielleicht nicht unmittelbar und direkt, aber doch dadurch, daß sie, weil sie nun einmal zu deiner Welt gehören, einen Teil deines Bewußtseins beeinflussen.

3. Vergebungsbereitschaft verändert deine Wahrnehmung

Das Schönste an der Vergebungsbereitschaft ist, daß sie dich von Verhaltensmustern befreit, in denen du gefangen bist. Sie bewahrt dich davor, Opfer zu sein oder in eine unangenehme Situation zu geraten. Das Schönste an der Vergebungsbereitschaft ist, daß sie deine Wahrnehmung verändert. Sobald du die Dinge unter einem anderen Blickwinkel betrachtest, verändern sie sich tatsächlich. Grundsätzlich gilt, daß jeder Heilungsprozeß mit einer Änderung der Wahrnehmung einhergeht und damit, daß die Dinge in einem neuen Licht gesehen werden. Deine Vergebungsbereitschaft gestattet es dir, dich über die konkrete Situation zu erheben – und die Situation damit grundsätzlich zu verändern.
Wenn du das Gefühl hast, auf irgendeinem Gebiet nicht voranzukommen, oder wenn irgend jemand dir Schwierigkeiten bereitet, dann ist Vergebungsbereitschaft gefordert. Sie verändert sowohl dich selbst wie auch die Situation beträchtlich. Versuchungen, Verwirrungen, jede Geschäftigkeit, die nichts anderes ist als Ausrede und Ausflucht, all das stellt sich ein, weil wir vor tiefgreifender Veränderung zurückschrecken. Schuldgefühle weisen darauf hin, daß wir Veränderungen fürchten. Vergebungsbereitschaft würde den Durchbruch ermöglichen.
Es gibt genügend Menschen, die die Befürchtung hegen, Vergebungsbereitschaft könne die Veränderung einer Situation erst recht verhindern, aber das ist nichts anderes als die Zurschaustellung eines Opfers, die übersieht, daß Vergebungsbereitschaft keine Schranken kennt.

Beschäftige dich heute mit deinem Leben. Betrachte die Bereiche, die konfliktbelastet sind. Es gibt Bereiche, in denen du auf der Stelle trittst und Angst vor dem Voranschreiten hast. Beschäftige dich mit dem, was du als Mangel in deinem Leben ansiehst. Gerade auf diesen Gebieten würde Vergebungsbereitschaft dich freimachen.
Übe dich heute einmal pro Stunde in der Bereitschaft zu vergeben, entweder in bezug auf eine Person oder eine Situation. Sage dir selbst: „In dieser Situation vergebe ich dir (nenne dabei den Namen), so daß ich selbst frei werde. In dieser Situation (benenne dabei die Situation) vergebe ich den Umständen, so daß ich selbst frei werde.“ Unangenehme, bedrohliche Situationen lassen sich auf bestimmte Menschen zurückführen. Sei bereit, den Menschen zu verzeihen, auf daß die Situation sich ändere. Jedes deiner Leiden, jede deiner Wunden verdeckt eine Situation, in der du die Entscheidung trafst, einem anderen Menschen nicht zu vergeben. Nimm dir die Zeit, über die Natur deines Leidens nachzudenken. Rufe dir ins Gedächtnis, wem du nicht vergeben hast, unabhängig davon, wer es ist und um wie viele Menschen es sich handelt, und sprich dabei diese Worte: „Ich verzeihe dir, so daß ich selbst frei sein kann.“ Ein Augenblick der höchsten Aufrichtigkeit beim Sprechen dieser Worte kann dich von der bedrängenden Situation befreien. Investiere diese Zeit in dich; du verdienst es.

4. Vergebung ist nichts, das du selbst tust, sondern etwas das durch dich getan wird

Vergebungsbereitschaft ist eine Wahlmöglichkeit, die dir offen steht, um dich selbst frei zu machen, die Situation frei zu machen und die Menschen um dich herum frei zu machen. Aber es ist nichts, das du selbst tust, und auch keine Handlung, die du zum Abschluß bringst. Es ist eine Wahlmöglichkeit, und durch sie, durch die Bitte, dass sie dir geschenkt werde, wird es der Gnade möglich, dich zu durchdringen und der Situation eine neue Gestalt zu geben. Daraus folgt, dass Vergebung nicht getan werden, sondern nur erbeten werden kann. In Situationen, die voll und ganz jenseits deiner Einflussnahme zu liegen scheinen oder in denen du völlig festgefahren bist oder in höchstem Schmerz und größter Verzweiflung, bitte deine „Höhere Macht“, dir Vergebungsbereitschaft zu schenken und deinen Unwillen und deine Furcht zu überwinden. Gestatte deiner „Höheren Macht“, all dies für dich zu tun.

Lehne dich zurück. Einmal am Morgen, einmal am Nachmittag und einmal am Abend wähle eine Situation, die dir unüberwindlich vorkommt, die angesichts deiner schwachen Kräfte unveränderlich scheint. Setze dich, denke an diese Situation, bitte deine „Höhere Macht“, dich zu erfüllen und die Situation zu verändern. Bitte um Hilfe. Bitte um Vergebungsbereitschaft. Bitte darum, dass dieser Tag der Tag deiner Befreiung werde.
Dann gestatte der segensreichen Kraft der Vergebung, dich zu durchdringen. Diese Gnade wird dich frei machen und dir die Einsicht ermöglichen, dass es nichts gibt, das nicht durch die Gnade deiner „Höheren Macht“ getan werden könnte.

5. Freiheit und Bindung gehören untrennbar zusammen

Wie weit du zu hingebungsvollem Einsatz für eine eingegangene Bindung bereit bist, zeigt sich an dem Maß, mit dem du in einer beliebigen Situation von dir selbst gibst. Viele Menschen schrecken davor zurück, weil sie gründlich missverstehen, was mit Bindung gemeint ist. Sie glauben, dahinter verberge sich eine Form der Sklaverei, ein Verlust an Freiheit. Es ist deshalb nicht überraschend, dass die meisten Menschen Angst vor einem derartigen Einsatz haben, weil sie immer noch von dem als Kind erfahrenen Mangel an Freiheit beeinflusst sind oder auf den unbefriedigenden Zustand ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen reagieren, in denen sie immer wieder sich selbst verleugnen, nur um auf diese Weise die Anerkennung anderer zu erlangen. Dies ist eine Art des Aneinander-Verhaftetseins, mit dem sich jeder von uns in Beziehungen auseinandersetzen muß. Echte Bindung löst eine falsch verstandene abhängige Verbindung auf.
Bindung bedeutet nicht Versklavung, auch nicht Opfer, sondern schafft Freiheit. Es gibt zwei verschiedene Formen der Freiheit. Die eine ist die bindungslose Freiheit, eine Freiheit von den Dingen, eine Freiheit, in der du dich von den Dingen absetzt, die dich belasten. Wahre Freiheit aber kommt von innen. Es ist eine Freiheit für etwas , auf etwas hin, eine Freiheit, die du in jeder Situation in dir spürst dank der Intensität deines Einsatzes, dank deiner Bereitschaft zu geben.
Man könnte sich fragen: „Gibt es überhaupt noch „Leben“, nachdem man tiefe, auch verpflichtende Bindungen eingegangen ist?“ Die grundsätzliche Antwort auf diese Frage muß lauten, daß es eine Freiheit gibt, die überhaupt erst aus hingebungsvollem Einsatz für eingegangene Bindungen entsteht. Diese Freiheit verschafft dir den Raum zum Atmen in einem Maße, wie du das niemals zuvor erlebt hast, und macht es dir möglich, beschenkt zu werden, wie es vorher nicht einmal denkbar war. Du wirst spüren, dass du mit dir und anderen zunehmend im Frieden lebst, und wirst wesentlich weniger ausweichen oder wegrennen müssen. Was du gibst, schafft diese Freiheit. Bindung, so verstanden, hilft dir, dich auf das für dein Leben Wichtige zu konzentrieren, anstatt ziellos umherzuirren. Sie hilft dir, dein Leben sinnvoll zu gestalten. Nimm an, du seist in einem Beruf tätig, in dem du dich unfrei fühlst, der dir Opfer abverlangt, weil du verpflichtet bist, bestimmte Dinge zu tun. All die Freude und Fähigkeiten, die du empfangen könntest, werden dir genommen, weil du das Gefühl hast, die Möglichkeit der freien Entscheidung verloren zu haben. Dabei steht dir diese freie Entscheidung immer offen. Selbst in einer schwierigen Situation kannst du dich entscheiden, standzuhalten und dich voll einzubringen. Deine Entscheidung wird dir gestatten, wirkliche Freiheit zu verspüren. Schränke dich weder durch eine Beschreibung deiner Tätigkeit noch durch irgendwelche Rollen ein.
Sei bereit jedermann zu geben, wer auch immer es sei, der in dein Leben tritt, und sei ebenso bereit, dich diesem Menschen zu widmen. Setze dich dafür ein, das Leben des anderen zu verbessern, weil das Ausmaß, in dem sein Leben besser wird, auch den Grad deiner eigenen Befreiung bestimmt. Hingebungsvoller Einsatz ist untrennbar mit deinem Geben verbunden – und die eingegangene Bindung ist deine Freiheit.

Fühle dich heute aufgerufen, dich einem Menschen oder einer Sache ganz zu widmen. Du bist aufgerufen, ihretwegen und für sie eine Entscheidung zu treffen, denn es ist deine Entscheidung, die ihnen nützt. Um wen oder was handelt es sich? Handelt es sich um eine Situation, in die du heute mehr von dir selbst einbringen sollst? Ist es ein Mensch? Was auch immer oder wer auch immer es ist, bedenke dass deine Freiheit und auch deine Fähigkeit zu empfangen, von dem kommt, was du gibst.

Rezensionen

Über das Buch

Stellen Sie sich vor: Sie müßten sich in einer wildfremden Stadt zurechtfinden, aber der Stadtplan in Ihren Händen zeigt nur eine weiße Fläche. Sie betreten neues, manchmal gefährliches Territorium… So beginnen die meisten Menschen ihr Leben und nicht selten bleibt es ein Leben lang so.
Dr. Chuck Spezzano, durch das Buch Kurs in Wundern tief berührt, ist Visionär und Begründer einer neuen psychologischen Bewegung. Wer Chuck von seinen Seminaren her kennt, weiß, mit wieviel Humor und Liebe er mit sich selbst und mit anderen Menschen umgeht.

Durch ein vertieftes Verständnis der eigenen Beziehungskonflikte und durch ein immer wieder ehrlich empfundenes JA zum anderen wird aus einer Beziehung ein Weg - ein Weg, der uns größtmögliches spirituelles und persönliches Wachstum ermöglicht. Chuck ist diesen Weg der Beziehung zusammen mit seiner Frau Lency gegangen.

Psychology of Vision ist, aus der Tiefe dieser Lebens- und Liebeserfahrung entstanden, eine Landkarte, die uns sicher durch das unwegsame Gelände zwischenmenschlicher Beziehungen führt. Gerade in Krisensituationen - in Momenten der Erschütterung, des Verlustes und der Ausweglosigkeit - steckt ein unerwartet großes Wachstumspotential. Meist bleibt es ungenutzt. Dieses Buch hilft Ihnen, Vertrauen in die Krise zu entwickeln und zu lernen, wie Beziehungen, mit all ihren Höhen und Tiefen, als eine Quelle der Liebe, Energie und Kreativität erlebt werden können. Chuck verrät uns bereits im Titel seines Buches: Wir mögen uns noch so verletzt fühlen, wir mögen uns noch so im Recht wähnen… "wenn es verletzt, ist es keine Liebe".

Dr. med. Christian Larsen

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