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Der Einweihungsweg im Tierkreis

Rotkäppchen und die zwölf Lebensstufen astrologisch gedeutet
Art.-Nr.: 4670

Margriet Dreyer

Produktform:  Paperback, 3 Abbildungen
Seitenzahl:  235
Erscheinungsjahr:  2013
ISBN:  978-3-937077-66-6
EAN:  9783937077666
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.306 kg

Produktdetails

Das Buch verbindet Astrologie und Märchen, denn Märchen sind weit mehr als nur nette Geschichten für Kinder. Tatsächlich enthalten sie im Kern oft astrale Mythen. Rotkäppchen erzählt von dem Entwicklungsprozess des Menschen. Am Beispiel von Rotkäppchen zeigt die Autorin, dass Tierkreis, Märchen, Jahreslauf und Menschenleben jeweils auf einer anderen Ebene den gleichen Ablauf haben. Rotkäppchen hat, wie viele Helden aus den Märchen und Mythen, Aufgaben zu erledigen. Es gerät in Gefahr und wird mit dem "Bösen" konfrontiert, das am Ende jedoch überwunden wird. Schritt für Schritt betrachtet lässt sich in dem Märchen der archetypische Lebensweg des Menschen nachvollziehen.

Autorenporträt

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 Margriet Dreyer

Margriet Dreyer. Erzieherin. Astrologieausbildung bei Mellie Uyldert. Sie beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Astrologie und ist seit 20 Jahren hauptberuflich als Astrologin tätig. Sie gibt Beratungen und Unterricht. Themenschwerpunkte sind Karma und Sinnfindung.

Leseprobe

Themen zum astrologischen Prinzip und zum Märchen

Die Fusion von Astrologie und Märchen ist ein etwas anderer Weg die Astrologie zu verstehen. Um das jeweilige astrologische Prinzip zu vervollständigen, musste ich zwangsläufig mit einigen Themen vom Märchentext abweichen, aber es war mir an dieser Stelle wichtig, um den Lebenszyklus verstehen zu können. Wenn wir die einzelnen Zeichen als Teil des Lebenskreises einordnen, können wir auch verstehen, warum die Zeichen so beschrieben werden, wie es in den Büchern steht: die Durchsetzungskraft von Widder, das Sicherheitsbedürfnis von Stier usw.

Sicher regt meine Interpretation des Märchens auch bei Ihnen die Fantasie an und es werden Ihnen zum Märchentext noch andere Deutungsmöglichkeiten einfallen, auf die ich selbst noch nicht gekommen bin; schreiben Sie mir diese. Vielleicht werden sie mit aufgenommen in der nächsten Ausgabe. So könnte dieses Buch ein Buch für alle und von allen werden!!

Die Lebensphasen

Die Entwicklung des einzelnen Menschen so wie die Menschheit insgesamt folgen den Stufen des Tierkreises. Man kann unter diesem Gesichtspunkt z.B. die ersten zwölf Lebensjahre des Menschen betrachten und darin die Tierkreisabfolge finden. Der Tierkreis umspannt auch das gesamte Menschenleben und kann deshalb ebenso in zwölf Phasen aufgeteilt werden. Die gebräuchlichste Methode ist die Siebenjahreseinteilung. In einem durchschnittlichen Menschenalter von 84 Jahren durchlaufen wir vier Jahreszeiten. Jeder Mensch hat jedoch seine individuelle Entwicklung, deshalb sind die Angaben unten in den Zahlentabellen großzügig zu bewerten.

Frühling
Widder 0 - 7 Jahre
Stier 7 - 14 Jahre
Zwillinge 14 - 21 Jahre

Sommer
Krebs 21 -– 28 Jahre
Löwe 28 –- 35 Jahre
Jungfrau 35 -– 42 Jahre

Herbst
Waage 42 –- 49 Jahre
Skorpion 49 -– 56 Jahre
Schütze 56 -– 63 Jahre

Winter
Steinbock 63 –- 70 Jahre
Wassermann 70 -– 77 Jahre
Fische 77 -– 84 Jahre

Als die Menschen noch nicht lesen konnten, war das Erzählen und weitergeben von Märchen und Sagen eine besondere Begabung. Diese Erzählgabe erlosch allmählich, als die Schulpflicht eingeführt wurde und die meisten Menschen selber lesen konnten. Die Märchen der Gebrüder Grimm haben keinen Verfasser, die Brüder haben sie über dreizehn Jahre lang gesammelt. Sie schrieben über die Begabung einer Märchenerzählerin folgendes; „Wer an leichte Verfälschung der Überlieferung, Nachlässigkeit bei Aufbewahrung und daher an Unmöglichkeit langer Dauer als Regel glaubt, der hätte hören müssen, wie genau sie immer bei der Erzählung blieb und auf ihre Richtigkeit eifrig war. Sie änderte niemals bei einer Wiederholung etwas in der Sache ab und besserte ein Versehen, sobald sie es bemerkte, mitten in der Rede gleich selber“. Weiter sagten die Grimms von sich selbst: „Es ist uns zuerst auf Treue und Wahrheit angekommen. Wir haben nämlich aus eigenen Mitteln nichts hinzugesetzt, keinen Umstand und Zug der Sage selbst verschönert, sondern ihren Inhalt so wiedergegeben, wie wir ihn empfangen haben“.

Dennoch hat laut der Märchenforscherin Sigrid Früh vor allem der jüngere Bruder Wilhelm die Märchen der Moralvorstellungen der damaligen Zeit angepasst. Ursprünglich ist die Geschichte nicht für Kinder geschrieben, aber später wohl für die Erziehung der Kinder Jahrhunderte lang „missbraucht“ worden. „Wenn du nicht auf die Eltern hörst, ergeht es dir wie Rotkäppchen“. „Wenn du nicht lieb bist, kommt der böse Wolf“ usw.

Bleibt für uns die Hoffnung, dass die Geschichte von Rotkäppchen so heil wie möglich aus früheren Zeiten zu uns hinübergerettet wurde. Die Gebrüder Grimm stellten selber fest, dass die Märchen „überraschende Verwandtschaft mit alten Göttersagen“ und „in der Übereinstimmung mit nordischen Mythen einen Beweis des ursprünglichen Zusammenhangs“ hatten. „Was so mannigfach und immer wieder von Neuem erfreut, bewegt und belehrt hat, das trägt seine Notwendigkeit in sich und ist gewiss aus jener ewigen Quelle gekommen, die alles Leben betaut“.


Rotkäppchen

Die Geschichte von Rotkäppchen ist offensichtlich uralt und ihre Quelle unbekannt. Wenn die Grimms auch für Kinderohren „nicht passende Ausdrücke gelöscht“ haben, so ist uns doch das Wichtigste geblieben. So viel, das Rotkäppchen einen Vergleich mit dem Tierkreis möglich macht. Die Geschichte von Rotkäppchen dürfte in den westlichen Ländern wohl eines der bekanntesten Märchen sein, die Erzählung ist so einfach, dass jeder sie verstehen kann. Ich glaube, dass kein Märchen so oft gedeutet und analysiert wurde, wie die Geschichte von Rotkäppchen, zumindest in Deutschland. Es gibt psychologische, soziologische, pädagogische und feministische Deutungen, je nach Verständnis und Zeiteinfluss. Die Interpretation dieses Buches ist eine kosmologische Deutung! Heinrich Dickerhof, Vorsitzender der europäischen Märchengesellschaft sagt in der „Bunten“ 23.03.06: „Ich vergleiche die Märchen mit Höhlenmalerei.“ Womit er auf ihre Urtümlichkeit hindeutet. Auch für C.G. Jung kamen Märchen „aus den Urgründen der menschlichen Seele“.

Die Beschreibung des Menschenlebens in zwölf Phasen zeigt uns denselben Entwicklungsweg auf, den wir im Märchen von Rotkäppchen sehen. Wir werden alle auf den Weg geschickt, werden „verführt“, „gefressen“ usw. So kann jeder sein Leben einmal anders betrachten als bisher.

Rotkäppchen hat, wie viele Helden aus den Märchen und Mythen, Aufgaben zu erledigen, es gerät in große Gefahr, doch am Ende der Geschichte ist das „Böse“ besiegt. Das Märchen erzählt sowohl von dem Entwicklungsprozess des einzelnen Menschen, als auch von der ganzen Menschheit, es enthält Reste aus den Geheimlehren und ist deshalb spirituell-mystischen Ursprungs. Der Tierkreis gehörte zu den Geheimlehren, die lange Zeit nur Eingeweihten zugänglich waren. Märchen und Astrologie treffen sich auf einer höheren Ebene und können beide als Einweihungswege verstanden werden. Meine „Herkulesaufgabe“ sehe ich darin, den Werdegang des Menschen in seiner einfachen irdischen, wie auch in seiner geistigen Aufgabe vereinfacht und verständlich für jeden darzustellen.

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