Himmelsgefährten

Liebe und Sexualität in der Astrologie
Art.-Nr.: 3070

Steven und Jodie Forrest

Produktform:  Hardcover, früher € 19,90, Ladenpreis aufgehoben
Seitenzahl:  360
ISBN:  90-76274-18-5 / 978-90-76274-18-8
EAN:  9789076274188
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.562 kg

Produktdetails

Jodie und Steven Forrest beschäftigen sich mit der Synastrie und dem Composit, zwei Methoden innerhalb der Partnerschaftsastrologie. Sie zeigen die harmonischen und spannungsreichen Seiten einer Partnerschaft auf und weisen den Weg zu einer bewußt gelebten und erfüllten Beziehung.

Leseprobe

Sonnenzeichen: Segen oder Fluch?

Praktisch jeder kennt sein Sonnenzeichen. Sogar die Menschen, die über die Astrologie lachen, wissen genug, um sagen zu können, »Ich bin Stier« oder »Ich bin Jungfrau.« Zumindest auf dieser Ebene ist die Astrologie ebenso fest wie Mickymaus oder Conan der Barbar in unsere Kultur eingewoben.

Die Parallelen zwischen dieser Art Astrologie und Mickvmaus oder Conan dem Barbar sind tiefverwurzelt. Sonnenzeichen und Comicfiguren dienen im wesentlichen dem gleichen Zweck: Sie liefern beschwörende Bilder von grundlegenden menschlichen Prinzipien. Conan der Barbar stellt für brutale Kraft. Mickvmaus für unverwüstlichen Schneid. Auf ähnliche Weise steht der Widder für Mut, während Fische Empfindsamkeit symbolisieren. Und ebenso wie es Sie vermutlich schockieren würde, Conan den Barbar hinter sich in der Schlange im Supermarkt warten zu sehen, so würde es Sie auch schockieren, einem reinen unverfälschten Widder oder Stier zu begegnen. Auch sie würden wie aus einem Comicheft wirken.

Anders als ein für sich genommenes Sonnenzeichen ist das Geburtshoroskop keine zweidimensionale Illusion. Es ist ein mehrdimensionales Wesen voller Mehrdeutigkeiten und dunkler Ekken. Die astrologischen Erkenntnisse, die allein aus dem Sonnenzeichen zu erlangen sind, mit einem genauen Geburtshoroskop zu vergleichen, ist wie die Gegenüberstellung von »Indiana Jones und der Tempel des Todes« mit den Werken von Ernest Hemmingwav oder Hermann Hesse.

Dennoch, die »Sonnenzeichen-Astrologie« besteht fort. Hierfür gibt es zwei Gründe. Erstens sind Sonnenzeichen einfach zu verstehen und leicht zugänglich. »Wann hast du Geburtstag? Oh, dann bist du ein Zwilling.« Dazu sind keine Berechnungen erforderlich. Keine entmutigenden Zahlenreihen. Keine Kluft zwischen Frage und Antwort.

Der zweite Grund, warum sich das Sonnenzeichen fortgesetzter Popularität erfreut: sie funktionieren. Trotz ihrer eng gesteckten Grenzen erfüllen sie einen praktischen Zweck. Die Kritiker der Astrologie bemängeln häufig, dass die Konzentration auf das Sonnenzeichen »die Menschen in Schubladen steckt«. Dessen ist die Sonnenzeichen-Astrologie gewiss schuldig. Doch die gleichen Kritiker kategorisieren die Menschen oft mit noch einfacheren Typologien. »Sie ist so schrecklich introvertiert!«
Im Vergleich zu anderen Typologien sind Sonnenzeichen ziemlich anspruchsvoll. Es gibt zwölf Zeichen, genug, um ein gewisses Maß an Subtilität zu gestatten. Doch ist es entscheidend, daran zu denken, dass kein Mensch eine bestimmte Kategorie ist. Wir alle sind weitaus komplizierter gestrickt.
Sind die Sonnenzeichen ein Segen oder ein Fluch? Das ist eine Frage, die sich nur schwer ehrlich beantworten lässt. Viele Astrologen entwickeln eine spontane Reaktion gegen sie: »Wir kommen uns vor wie Dichter, die für ein Publikum schreiben, das aber nur zwölf Wörter kennt.« Das ist die hässliche Seite der Medaille: Die Sonnenzeichen mit ihrer Art, uns in Versuchung zu führen, haben die Astrologie trivialisiert, sie von der Quelle alten psychologischen Wissens in eine Ware verwandelt, die im Lebensmittelgeschäft neben Klatschblättern und Hochglanzmagazinen verkauft werden kann.
Der Segen? Weil Sonnenzeichen so mühelos zugänglich sind, gerät fast jeder in unserer Gesellschaft früher oder später mit Astrologie in Berührung, und diese Tatsache hat sicherlich mit dafür gesorgt, daß das System erhalten geblieben ist. Ohne die Sonnenzeichen wäre die Astrologie vielleicht ebenso aus dem menschlichen Vorstellungsvermögen verdrängt worden wie die Alchimie, die Kräuterkunde oder die Weissagung mit Runensteinen.

Vielleicht ist es schlauer, die Sonnenzeichen nicht zu verurteilen, sondern zu versuchen, sie aus der Trivialität zu erretten und sie im größeren Zusammenhang des astrologischen Rahmens verständlich zu machen.

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Andrea schreibt: 06.04.2014
Ein Buch über Partnerschaft ... geschrieben von einem Paar. Und genau das macht die Freude am Lesen aus. Zwei Menschen, die ganz offensichtlich bereits Jahre miteinander den Weg gehen und sich selbst dabei nicht an jedem Punkt so schrecklich ernst nehmen.
Dieses Buch vereint astrologische Erfahrung mit gelebter Partnerschaft ... und nicht zu vergessen ... eine heitere und lebendige Form des Schreibens.

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