Chiron Geschichten

Trauma und Charisma im Horoskop
Art.-Nr.: 4458

Hannelore Goos

Produktform:  Paperback, 48 Abbildungen
Seitenzahl:  152
ISBN:  978-3-8423-6013-6
EAN:  9783842360136
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.24 kg

Produktdetails

Angenommen, Sie kommen an die Bushaltestelle und wollen einsteigen, da steht ein amtlich aussehender Mann und sagt: »Sie dürfen nicht Bus fahren! Selbstverständlich darf jeder hier in den Bus einsteigen, aber Sie nicht!« So ungerecht, so dramatisch, so traumatisch muss man sich vorstellen, ist es dem Kentauren Chiron direkt nach seiner Geburt ergangen.

Anhand von Originalgeschichten und Prominenten-Lebensläufen wird dargestellt, dass die Position Chirons eine traumatische Zurückweisung in einem bestimmten Alter anzeigt. Jeder hat an irgendeinem Punkt seines Lebens eine solche Zurückweisung erfahren. Sie aufzuspüren ist ein wichtiger Bestandteil der astrologischen Beratung. Das hier vorliegende Buch soll hierzu einen Beitrag leisten. Dazu wurden seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts Geschichten gesammelt, die illustrieren, wie das durch Chiron im Horoskop angezeigte Trauma erlebt wird und was die Menschen aus dieser Verletzung gemacht haben.

In den zwölf Abteilungen des astrologischen Häusersystems werden insgesamt 48 derartige Geschichten vorgestellt und die zugehörigen Horoskope interpretiert. Dabei ist zu jedem Bereich ein Prominentenschicksal mit Horoskop angeführt, aus dem der Zusammenhang noch einmal für jeden nachvollziehbar deutlich wird.

Leseprobe

Astrologische Häuser und Psychologie

Vergleicht man die Häusersymbolik in ihrer aufsteigender Folge aus dem Blickwinkel der klassischen Entwicklungspsychologie. so fallen erstaunliche Übereinstimmungen auf. Die Korrelation zwischen den Häuserdefinitionen einerseits und den psychologischen Entwicklungsstufen andererseits lassen den Schluss zu, dass das astrologische Häusersystem auch als die Abfolge von Phasen der menschlichen Entwicklung gesehen werden kann. Da diesen Phasen in der Psychologie bestimmte Altersstufen entsprechen, ergibt sich daraus ein zeitliches Entwicklungssystem.

Dies ist im Prinzip nichts Neues, unter dem Namen „Rhythmenlehre" und ähnlichen Bezeichnungen gibt es bereits mehrere Modellvorstellungen, wie in der Abfolge der Häuser der Ablauf des menschlichen Lebens gespiegelt werden kann. Sie dienen meist dazu festzustellen, in welchem Lebensalter sich ein bestimmter, im Horoskop angezeigter Inhalt realisiert. Obwohl die Anwendung der jeweiligen Technik sich als etwas rein Astrologisches darstellt, wird allein durch die Parallelität zur Entwicklung der menschlichen Psyche eine Verbindung zur Psychologie deutlich. Astrologie und Psychologie beschreiben dieselben Zusammenhänge jeweils aus der Perspektive ihres Fachgebiets.

Hier wird nun der Versuch gemacht, Astrologie und traditionelle Entwicklungspsychologie miteinander zu verknüpfen. Dies geschieht mit der Hypothese, dass die Position Chirons in den Häusern nicht nur einen Inhalt wiedergibt — nach der Bedeutung des jeweiligen Hauses — sondern dass eine traumatische Zurückweisung in Bezug auf diesen Inhalt in einem bestimmten Alter erstmalig stattgefunden hat. Die Alterszuordnung geht dabei von der Geburt bis zum Erwachsenenalter, ist also psychologisch bestimmt. Eine Zuordnung zum Rhythmus eines bestimmten Planeten konnte bei der Untersuchung nicht festgestellt werden.

Der Anfangspunkt, der Geburtspunkt jeder mit Hilfe eines Horoskops betrachteten Entität ist der Aszendent. Hier beginnt das 1. Haus, die erste Station in der Wirklichkeit, die erste Bühne des Lebens. Dem ersten Haus wird der Bereich des Körpers zugeordnet, er entspricht psychologisch dem Säuglingsalter bis zum 3. Lebensjahr, das schwerpunktmäßig der Entwicklung der Körperbeherrschung bis hin zum aufrechten Gang gewidmet ist.

Das wichtigste Momente in dieser Lebenszeit ist die Erfahrung, angenommen und erwünscht zu sein, und daraus resultierend die Bildung eines primären Urvertrauens.

Es folgt das Kleinkindalter, das dem Menschen zunächst die Aufgabe stellt zu erkennen, was zu ihm gehört und was nicht, unschwer als Besitzfunktion im 2. Haus erkennbar. In dieser Phase ordnet das Kind sich auch in eine bestimmte Umwelt ein, es verwurzelt und verknüpft sein erworbenes Urvertrauen an stabile Bezugspersonen und Bezugsorte.

Schließlich ist das Vorschulalter erreicht, in dem die Entwicklung der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten einen Schwerpunkt hat. Inzwischen wird auch in deutschen Kindergärten in diesem Alter besonders die Sprachentwicklung gefördert, teilweise sogar in einer Fremdsprache, um diese prägsame Phase optimal zu nutzen. Entwicklung der Sprachfähigkeit, Kommunikation mit
Gleichaltrigen und Geschwistern, all das erkennt der Astrologe unschwer als Thema im 3. Haus.

Im Gegensatz zum Vorschulkind erwartet man von einem Grundschüler, dass er zwischen Verwandten, Freunden und Fremden unterscheidet. Wird die Kindergartentante durch ihre Bezeichnung quasi in die Familie einbezogen, bleiben demgegenüber Lehrer und Lehrerin im Rang Außenstehende und man erwartet im Deutschen die korrekte Ansprache mit „Sie". Am Ende der zweiten Grundschulklasse, also mit 7-8 Jahren ist dieses Verhalten erlernt und stabil. Die Abgrenzung des Familienkreises gegen alle anderen Menschen, die Unterscheidung zwischen familiären und nichtfamiliären Bezugspersonen, lässt das 4. Haus erkennen.

Es folgt eine Phase, in der Lernverhalten und Wissensaneignung den Personenbezug verlieren und sich mehr und mehr an den Wünschen des Kindes selbst orientieren. In zunehmendem Maß entwickeln sich individuelle Neigungen und Vorlieben. Werden die Interessenswünsche nicht vom Angebot der Schule oder des Elternhauses abgedeckt, so geht das Kind nun eigene Wege: In diesem Alter entwickeln sich erstmals Hobbys, die häufig bis ins hohe Alter beibehalten werden. Gleichzeitig verändert sich das Spielverhalten. Spielen dient jetzt weniger dem Erproben und Üben eigener Fähigkeiten, sondern dem Vergnügen. Das 5. Haus wird in der klassischen Astrologie als dasjenige gesehen, in dem sich Tätigkeiten zur Befriedigung der Ego-Interessen spiegeln.

In der späten Kindheit schließlich entwickelt sich die Wahrnehmung der individuellen Belastbarkeit, die Fähigkeit zur Einschätzung des eigenen Vermögens. Seine Beachtung führt zu einer ausgeglichenen gesundheitlichen Belastung, insbesondere in Bezug auf Stress. Das persönliche Fähigkeitskonzepts ermöglicht auf diese Weise eine sachgerechte Anpassung an die vielfältigen Anforderungen von Schule und Umwelt. Gleichzeitig ist diese Phase gekennzeichnet von immer stärker abstrahierendem Denken, bis hin zur Entwicklung von Kategorien und Ordnungsschemata. In beiden Punkten erkennt man die Entsprechungen zum 6. Haus.

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