Astrologische Prognose 1

Skripten zur transpersonalen Astrologie
Art.-Nr.: 3635

Michael Roscher

Produktform:  Hardcover, 20 Abbildungen, früher € 23.-, jetzt als Sonderausgabe
Seitenzahl:  210
Erscheinungsjahr:  1996
ISBN:  978-3-929770-25-4
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.385 kg

Produktdetails

In dieser Seminarmitschrift befasst sich der Autor zunächst mit der Unmöglichkeit wertender Prognosen. Im weiteren zeigt er sehr viele Prognosetechniken. Neben der praktischen Anwendung von Achsendirektionen kommen auch weniger bekannte Methoden zur Sprache, so z.B. die praktische Arbeit mit Tageshoroskopen. Den Abschluss bildet die Theorie und die Anwendung der von dem Autor entdeckten Transitdirektionen.

Autorenporträt

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Michael Roscher (1960 - 2005) studierte Wissenschaftstheorie, Psychologie, Philosophie und Medizin. Er war als Schriftsteller, Lehrer und über mehr als 20 Jahren als praktizierender Astrologe tätig. 1986 gründete er die Schule für Transpersonale Astrologie. Er ist am 6. August 2005 in Köln überraschend gestorben.

Leseprobe

Über die Unmöglichkeit wertender Prognosen

Die nächste Schwierigkeit ist die, dass Prognose ja immer an eine Wertung gebunden ist, und Werten ist nun einmal etwas, das wir in der Astrologie eigentlich gar nicht tun können und dürfen. Diejenigen, die schon in Seminaren bei mir waren, kennen das Beispiel schon, es ist auch nicht von mir, ich erzähle es trotzdem noch einmal, weil es so schön anschaulich ist: Wir können in der Astrologie nicht einmal eine zwingende Aussage darüber machen, ob ein eintretendes Ereignis angenehmer oder unangenehmer Natur ist.

Stellen Sie sich folgendes Beispiel vor: Ein kleiner Junge bekommt ein Pferd geschenkt. Wenn der Astrologe das prognostiziert hat und sagt, dem Kind blüht zu Weihnachten etwas Angenehmes, und er erhält das Pferd, sagen alle, toll, der Astrologe hat einen Treffer gehabt. Leider stürzt das Kind am zweiten Tag vom Pferd, ist querschnittsgelähmt. Dann ist die Frage, ob das nun tatsächlich ein so angenehmes Ereignis war, daß das Kind das Pferd bekam. Jetzt stellen Sie sich in einem weiteren Schritt vor, zehn Jahre später bricht ein schrecklicher Krieg aus, alle Männer werden eingezogen, müssen an die Front, werden dort verheizt, der Querschnittsgelähmte muss nicht an die Front, weil er eben behindert ist, und hat damit in gewissem Sinne aus seiner Behinderung einen Vorteil gezogen. Dasselbe Ereignis wechselt also mit der Zeit von positiv zu negativ, um dann wieder positiv zu werden.

Oder noch banaler: Die Lieblingsbeschäftigung von Astrologen bzw. die der astrologischen Kunden ist ja, dass sie mit Partnerschaftsproblemen ankommen. Und es gibt kaum einen Menschen, der zum Astrologen geht und eine echte Partnerschaftsproblematik hat, der nicht zutiefst daran interessiert ist, dass der Partner, der ihm davongerannt ist, zu ihm zurückkommt. Das ist in meiner Praxis zumindest bisher noch nicht vorgekommen. Es gibt den seltenen Fall, dass einer kommt und fragt, wie er seinen Partner loswird, aber das ist eine verschwindend geringe Minderheit. Wenn man sich selber getrennt hat, geht man meistens auch nicht zum Astrologen, außer es gibt Nachfolgeschwierigkeiten, sondern im Gros der Fälle geht man zum Astrologen mit der Frage: mein Herzallerliebster oder meine Herzallerliebste ist mir davongerannt, kommt derjenige zurück? Das werden Sie, glaube ich, schon bestätigen können. Und in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle sind die Leute dann zutiefst daran interessiert, daß der Partner wiederkommt, das wäre für sie das Tollste überhaupt, was eintreten könnte. Jetzt stellen Sie sich vor, der Partner ist weg, ein halbes Jahr später lernt die Dame oder der Herr einen neuen Partner kennen, sie gehen eine neue Beziehung ein, sie sind glücklich, wie noch nie in ihrem Leben, und dann sagen Sie rückblickend, was bin ich froh, dass ich den Kerl los bin.

Das heißt, wertende Aussagen, angenehm, unangenehm, positiv, negativ, können wir astrologisch überhaupt nicht machen, das sind unsere eigenen Interpretationen, sondern wir können immer nur über Qualitäten sprechen. Z.B. ist es Ihre Entscheidung, ob Sie die Bilder, die hier an der Wand hängen, angenehm oder grauenerregend finden, es ist ein und dasselbe Bild. Wenn Sie eine bestimmte Auslösung haben, der Partner ist weggegangen, ist es Ihre Entscheidung, ob Sie sagen, wie toll, dass ich den anderen los bin, oder, wie schrecklich, dass ich jetzt alleingelassen bin. Und das ist das, was an Ihrer eigenen Entwicklung hängt und was Ihnen kein Astrologe zwingend vorhersagen kann. Ich habe das Beispiel mit den Bildern gebraucht, weil Qualitäten sich am leichtesten mit Farben vergleichen lassen. Sie können nicht sagen, Grün ist schlecht.

Der Astrologe kann Ihnen nicht vorhersagen, dass es Ihnen schlecht gehen wird. Er kann es nur dann tun, wenn er Sie kennt und wenn er weiß, dieser Mensch gerät immer in eine schwere depressive Phase, wenn ihm eine Frau davonrennt. Und wenn dann die nächste Auslösung bevorsteht, dann kann er mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, Sie gehen auf eine depressive Phase zu. Aber nicht aufgrund der Astrologie, sondern weil die Qualität mit einer Wertung verknüpft wird. Wenn ich von jemand weiß, dass er die Farbe Grün nicht mag, und die Farbe Grün kommt auf ihn in irgendeinem Zusammenhang zu, dann kann ich natürlich schon sagen, Ihnen droht etwas Unangenehmes. Aber das ist immer die Entscheidung des einzelnen, und die kann der Astrologe nicht vorhersagen. Wenn er das könnte, hätte der Betreffende leider nun einmal keinen freien Willen.

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