Astrogeographia

Entsprechungen zwischen den Sternen und Orten der Erde
Art.-Nr.: 4868

Robert A. Powell

Produktform:  143 Seiten, Großformat, 45 teils farbige Abbildungen
Seitenzahl:  143
Erscheinungsjahr:  2015
ISBN:  978-3-937077-82-6
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.406 kg

Produktdetails

Die Sternkonstellationen haben eindeutige Entsprechungen auf der Erdkugel. Die heiligen Stätten der Antike wurden so gebaut, dass sie auf die Sterne ausgerichtet waren. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei Orion, der auf die Pyramiden weist. Es zeigt sich, dass die Fixsterne die Chakren der Erde rund um den Globus prägen. Unter all den Büchern über die Heiligkeit der  Erde nimmt dieses Werk eine besondere Stellung ein. Es belegt auf bemerkenswerte Weise, wie die Sphären von Himmel und Erde miteinander verwoben sind: Wie oben, so unten.

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 Robert A. Powell

Robert A. Powell (1947) studierte zunächst Mathematik, später Heileurythmie. Promotion an der Universität Warschau. Er ist Autor verschiedener astrosophischer und christologischer Werke und arbeitet neben seinen astrologischen Studien als Heileurythmist

Leseprobe

Die Grundlagen der Astrogeographia

Die Frage ist: Wie ist die Entsprechung zwischen dem Sternenhimmel oben und dem Erdkugel unten genau festzusetzen? Im vorherigen Kapitel wurde mit dem Stern Benetnasch ein Beispiel gewählt, um die Aussage von Ptolemäus einfach zu interpretieren. Bei dieser Erklärung wurde der Meridiandurchgang des Sterns oben im Himmel (über dem Zenit) dahingehend interpretiert, als sei dies die Lösung für die Entsprechung zwischen den Sternhimmel und dem irdischen Ort. In diesem Beispiel läuft der Zenit-Meridian von Benetnasch unmittelbar über Städte wie Reims in Frankreich und Vancouver in Kanda, die beide auf demselben geografischen Breitengrad 49N16 oder der „Deklinationsparallele“ von Benetnasch liegen, die gegenwärtig bei 49°16’ nördlich des Äquators verläuft. Allerdings wurde anhand des erklärenden Text deutlich, dass dies offenbar nicht die Methode im alten Ägypten bei der Erbauung der Große Pyramide war, um eine bewusste Ausrichtung auf den Stern Alniták im Gürtel des Orion zu erwirken.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Ausrichtung von Alniták auf die Große Pyramide ein Ausdruck tiefer Weisheit war, so stellt sich die Frage, welcher Schlüssel lag dieser kosmischen Justierung zugrunde? Offensichtlich unterschied sich die Art der Erkenntnis damals in Ägypten von derjenigen der modernen Wissenschaft. Der „Beobachter-zentrierte“ Standpunkt der modernen Wissenschaft geht von der Perspektive aus, die jemand einnimmt, der von der Erde zu den Sternen blickt. Die alten Ägypter kannten mehr ein Bewusstsein per participation mystique, also eine „mystischen Anteilnahme“, die auch einen Standpunkt vom Blickwinkel der Sterne auf die Erde umfassen konnte. Für das moderne Bewusstsein ist Blick nach oben zu den Sternen eine einfach wie auch einleuchtende Interpretation. Doch eine „mystische Anteilnahme“ des Bewusstseins würde die Möglichkeit einbeziehen, von den Sternen auf die Erde zu blicken, so seltsam dies für das moderne wissenschaftliche Denken klingen mag. Betrachten wir zum Beispiel einen Astrologen, der versucht, die Natur eines Menschen zu erfassen: Er könnte über das Geburtshoroskop eines Menschen nachdenken und die Positionen der Sterne so anschauen, als ob er auf die Erde herabblickte. Ähnlich kann man sich vorstellen, dass die alten Ägypter – zumindest die Erbauer der Großen Pyramide – auf das „Geburtshoroskop“ der Erde blickten, um diese aus einer kosmischen Perspektive zu verstehen. Um diese Möglichkeit zu ergründen, wäre es vernünftig, bis in jene Zeit zurückzugehen, als noch alle Kontinente der Erde miteinander verbunden waren, bevor sie durch die Kontinentalverschiebung auseinanderrückten. Wären alle Kontinente der Erde noch zusammen, so könnte man den Mittelpunkt der Erde in Israel sehen. Vor der Kontinentalverschiebung war die Erde ein Ganzes und bekannt als Pangaia oder Pangäa („ganze Erde“).  (…)

Das thema mundi, bei dem alle Planeten in ihrer Erhöhung stehen, war nicht nur ein Teil der Tradition in Persien und Babylonien, auch im alten Ägypten wird davon berichtet. Zwei Tierkreise, die in Esna in Ägypten gefunden wurden – Esna A (um 200 v. Chr.) und Esna B (um 75 n. Chr.) – zeigen jeweils die Planeten in den Tierkreiszeichen ihrer Erhöhung. In Esna A und Esna B befinden sie sich in Verbindung mit den besonders starken Tierkreiszeichen Stärke, die man als Erhöhungen kennt, also Jupiter steht im Krebs, Merkur in der Jungfrau, Saturn in der Waage, Mars im Steinbock und Venus in den Fischen.

Die Erhöhungen von Sonne (im Widder) und Mond (im Stier) werden hier allerdings nicht erwähnt. Angesichts dessen, dass das thema mundi in der persischen, babylonischen sowie der ägyptischen Tradition verbreitet war, wurde ihm offensichtlich eine enorme symbolische Bedeutung beigemessen. Es ist liegt aber au der Hand, dass es sich nicht um ein tatsächliches Horoskop handeln kann– zumindest nicht um ein geozentrisches Horoskop – denn aus einer geozentrischen Perspektive kann Merkur nie weiter als 28° von der Sonne entfernt stehen – die Sonne könnte also unmöglich im Stier stehen, wenn gleichzeitig Merkur in der Jungfrau wäre.

Für die Astrogeographia sind nicht so sehr die (wirklichen oder symbolischen) Planetenstellungen des thema mundi an sich von einer grundlegenden Bedeutung, sondern das Abbild des gesamten Sternenhimmels auf die Erde im Augenblick der Geburt der Welt. Ausschlaggebend hierbei ist, dass Jerusalem der Mittelpunkt bei der Weltgeburt ist. Vom Standpunkt des kosmischen Bewusstseins verläuft die Parallele von 0° Deklination deswegen eher durch Jerusalem als über dem Äquator. Dies bedeutet, dass die Breite von Jerusalem – 31N47 – mit 0° Deklination in der Astrogeographia gleichgsetzt wird.

Von dieser Ausgangslage aus wollen wir erneut Alnitáks Ausrichtung auf die Große Pyramide von Gizeh betrachten deren Breite 29N59 beträgt. Dies sind 1°48’ südlich der 0° Breite, welche die Deklinationsparallele durch Jerusalem repräsentiert. Diese Zahl von -1°48’ kommt der heutigen Deklination von Alniták recht nahe, nämlich 1°56’ Süd errechnet für das Jahr 2000 n. Chr. Da Alnitáks Deklination jedoch im Jahre 2495 v. Chr. zur Zeit der Erbauung der Großen Pyramide bei 15° Süd war, kann die Deklination offensichtlich nicht dazu verwendet werden, um die Ausrichtung der Sterne auf geographische Ortung generell festzulegen – es sei denn in besonderen Fällen, z.B. wenn es sich um ein bestimmtes historisches Datum handelt, wie in The Orion Mystery zu verstehen gegeben wurde. Der Grund für die Veränderung der Deklination eines Sternes im Laufe der Zeit hat mit dem Phänomen der Präzession der Äquinoktien zu tun, wodurch es zu einer ständigen graduellen Verschiebung der Ausrichtung zwischen Erde und Himmelssphäre kommt. Dies zeigt sich beispielsweise auch in der Verschiebung der Position des Frühlingspunktes, der im Jahre 2495 v. Chr. bei 7°22’ Stier war (nicht weit von den Plejaden bei 5° Stier) und derzeit bei 5° Fische steht (exakt im Jahr 2018).
Nicht nur aufgrund in dieser Präzession der Äquinoktien tritt die allmähliche Veränderung der Ausrichtung der Erde auf die Himmelssphäre in Erscheinung. Dies findet ebenso aufgrund Verschiebung der Pole der Erdachse im Verhältnis zu den Sternen seinen Niederschlag, was auch „die Wanderung der Polarachse“ oder einfach „Polveränderung“ genannt wird. Es gibt den nördlichen Polarstern, der auf den der Nordpol der Erde ausgerichtet ist, und den Südpolarstern, der auf den der Südpol der Erde weist. Um die Erörterung zu vereinfachen, werden wir uns nur auf den nördlichen Polarstern konzentrieren. Projiziert man die gegenwärtige Achse vom Südpol zum Nordpol der Erde auf die nördliche Hälfte der Himmelssphäre, dann weist diese auf den Stern Polaris, den hellsten Stern im Sternbild des Kleinen Bären (Ursa Minor). Die Übereinstimmung von Polarachse und Polaris ist nicht ganz exakt, kommt aber annähernd hin.. Ähnlich wie man die Projektion des Erdäquators auf die Himmelssphäre Himmelsäquator nennt, so wird die Projektion des Erd-Nordpols auf die Himmelssphäre als der nördliche Himmelspol bezeichnet. Heutzutage hat der nördliche Himmelspol etwa einen Abstand non ¾° vom Stern Polaris, allerdings mit abnehmender Tendenz. Im Jahr 2102 n. Chr. wird der Abstand sich auf weniger als ½° minimiert haben. Danach wird er sich wieder vergrößern. Wenn wir uns hier und im Folgenden auf den Polarstern beziehen, dann ist damit der relativ helle und für mit bloßem Auge deutlich zu erkennende Stern Polaris gemeint, der am dichtesten beim nördlichen Himmelspol steht.

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