Christliche Astrologie

Buch 3
Art.-Nr.: 166

William Lilly

Produktform:  Leinen, zahlreiche Abbildungen und Tabellen,
Seitenzahl:  500
ISBN:  978-3-89997-166-8
EAN:  9783899971668
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.924 kg

Produktdetails

Im dritten Teil dieses Klassikers behandelt der Altmeister die Deutung des Geburtshoroskops nach klassischer Manier. Ebenso ausgiebig stellt er die Prognose mit den Profektionen, Transiten, Revolutionen und den Progressionen vor. Neben ausführlichen Deutungstexten zeigt er seine Methode wiederum an vielen Beispielen aus seiner Praxis. Mit Anmerkungen und dem Beitrag "Das Leben und Wirken von William Lilly" von Reinhardt Stiehle

Autorenporträt

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 William Lilly William Lilly (1602 - 1681) ist der berühmteste Astrologe Englands. Bekannt wurde er zu seiner Zeit vor allem durch seine Almanache und seine Prognosen. Er war vor allem ein gefragter Stundenastrologe. Ihm gehörte eine umfangreiche Bibliothek an astrologischen Werken und er schrieb auch mehrere Bücher, wobei seine Christian Astrology auch heute noch als herausragend gilt.

Leseprobe

KAPITEL 99

Die Korrektur von Geburtshoroskopen mit dem Animodar

Viele Astrologen und besonders die sehr gelehrten wenden bis heute zur Korrektur der ungefähren Geburtszeit die Methode des Animodar (1) an.

Nachdem man das Himmelsschema so genau wie möglich anhand der geschätzten Zeit errichtet hat, soll man nach Ptolemäus exakt den Grad des Zeichens betrachten, an dem der letzte Neumond vor der Geburt stand, oder – falls der Geburt ein Vollmond voranging – den Grad des Zeichens, in dem sich dasjenige der Lichter befand, welches über dem Horizont stand. Schauen Sie nach, welcher Planet im Horoskop die meisten Würden hat, nämlich essenzielle Würden in diesem Grad. Falls der Grad, in denen dieser Planet selbst sich befindet, näher beim Grad des Aszendenten liegt als bei dem des Medium Coeli, setzen Sie so viele aufsteigende Grade wie beim Planeten in dem Zeichen, das den Grad des Neumondes bzw. Vollmondes regiert. Ist sein Grad aber näher am Medium Coeli als am Aszendenten, verfahren Sie mit dem Grad des Herrschers des Medium Coeli auf dieselbe Weise. So verändert man seine vorherige Geburtsfigur entsprechend dieser Achsen. Kommt es aber manchmal vor, dass zwei Planeten im zuvor besprochenen Grad die gleichen Würden haben, nimmt man den, der dem Aszendenten am nächsten steht. Obwohl unser Geburtshoroskop durch Ereignisse korrigiert wurde und darum diesen Weg der Korrektur nicht benötigt, werden wir zur Illustration überprüfen, ob die Rektifikation mittels des Animodar übereinstimmt mit den Ergebnissen der Korrektur anhand von Lebensereignissen.

Denn die angenommene Geburtszeit, die mir zuerst gegeben wurde, wich von der wahren und korrigierten Zeit weniger als ein Grad beim Aszendenten ab. Um den 15. September 1616, einen Sonntag, gab es vier Tage vor der Geburt eine Opposition des Mondes zur Sonne, also einen Vollmond. Ungefähr um elf Uhr morgens stand die Sonne auf 2°32’ Waage und somit über dem Horizont. Deshalb prüfte ich, welcher Planet in diesem Grad die meisten Würden inne hat. Schaut man in die Tabelle der essenziellen Würden, findet man Saturn in seiner Erhöhung und Triplizität im Zeichen sowie in den Grenzen in dem Grad, auf dem sich die Sonne befindet. So ist er der Hauptherrscher des Vollmondes. Wenn wir nun den Grad untersuchen, auf dem Saturn in unserem Horoskop steht, finden wir diesen auf 9° Stier, was näher im Aszendenten als am Medium Coeli liegt. Der Aszendent bei dieser Korrektur müsste bei 9°2’ Steinbock gewesen sein. Hätten wir aber Venus als Planeten in den besten Würden akzeptiert, wie es manche durchaus vorschlagen würden, könnten wir eine seltsame Übereinstimmung finden. Ich habe diese Art und Weise der Verbesserung eines Horoskops nach der Animodar-Methode nur aufgezeigt. Aber weder die Hermeswaage noch der Animodar beruhen auf solch einer sicheren Grundlage wie die Korrektur mit Hilfe von Ereignissen. Erstellen wir aber die Geburtshoroskope von Kindern, bei denen es noch kaum wichtige Lebensereignisse gibt, verwenden wir den einen oder anderen hier beschriebenen Weg.

(1) Animodar oder Animonder: Ausdruck für eine Methode der Korrektur, die sich auf die Stellung des letzten Neumondes oder Vollmondes vor der Geburt bezieht. Sie wird häufig mit der Trutina Hermetis verwechselt. Doch handelt es sich um eine eigene Methode, die erstmals in den Schriften von Ptolemäus beschrieben wird.

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