Neptun - Die Sehnsucht nach Erlösung

Der Planet der Gegensätze und seine astrologische Deutung
Art.-Nr.: 00-77

Liz Greene

Produktform:  Hardcover, 21 Abbildungen, 2. Aufkage
Seitenzahl:  544
Erscheinungsjahr:  2015
ISBN:  978-3-925100-77-2
EAN:  9783925100772
Menge:
lieferbar Gewicht: 1.025 kg

Produktdetails

Jeder Versuch, Neptun zu verstehen, verlangt von uns, dass wir uns auf verschlungene Wasserwege begeben. Doch fast immer geht es um die Sehnsucht nach Erlösung, die wiederum an eine Erwartung geknüpft ist. Dieser Gedanke spielte schon im Christentum eine gewichtige Rolle. Auch wenn moderne Menschen diese Hypothese sehr in Frage stellen mögen, so sind sie Neptun doch genauso hörig - nur eben auf andere Weise. Sie projizieren Neptun weniger auf die Religion als auf das Alltagsleben, auf Partnerschaft oder Beruf.

Neptun sehnt sich nach der Wiedervereinigung mit allem Sein. In zahlreichen mythologischen Varianten wird aufgezeigt, wie der Mensch aus dem glückseligen, aber unbewussten Zustand des Paradieses in die materielle Welt und Polarität fällt und sich sehnsüchtig den Zustand ewiger Glückseligkeit zurückwünscht. Doch er kann und soll nicht zurück.

Liz Greene stellt ausführlich Neptuns Rolle in der Mythologie, in der Psychologie und in der Gesellschaft in einer schillernden und eindrücklichen Bandbreite vor. Außerdem beschreibt sie in einem weiteren Teil die einzelnen Stellungen von Neptun in den Häusern und bei Aspekten sowie im Partnervergleich und im Composit. .

Neptun in seiner wahren Gestalt ist die Hingabe, die jemand vollbringt, ohne den Tauschhandel im Hinterkopf, dadurch ein besserer Mensch zu werden. Aber Neptun ist nicht nur der Planet, der sich dem rationalen Verständnis am meisten entzieht, sondern auch ein Planet voller Gegensätze. Dieses Buch bringt Sie dem wirklichen Anliegen von Neptun näher, indem es eine schillernde Palette neptunischer Manifestationen aufzeigt.

Autorenporträt

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 Liz Greene Liz Greene (1947) ist promovierte Psychologin und Jungsche Analytikerin. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Astrologin und gibt Seminare in ganz Europa. Beim Astrodienst Zürich wirkte sie an der Entwicklung von vier Textanalysen mit. In London gründete sie das "Center for Psychological Astrology", das sie leitet. Neben zahlreichen Fachartikeln hat sie 22 Bücher geschrieben, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Ihre bekanntesten Titel sind Sage mir Dein Sternzeichen und ich sage Dir, wie du liebst (1980), Saturn (1981), Jenseits von Saturn (1984), Neptun - die Sehnsucht nach Erlösung (1996), Abwehr und Abgrenzung (1998) und Uranus im Horoskop (1999).

Leseprobe

Die Begegnung mit Neptun

Das Haus, in dem Neptun im Geburtshoroskop steht, ist der Lebensbereich, in dem wir Erlösung suchen – die »wahre« Welt jenseits des Schleiers. Wenn wir Neptuns wechselnde Erscheinungsformen in den einzelnen Häusern verstehen wollen, dürfen wir seinen archetypischen Kern nicht vergessen. Jedes Planetensymbol steht für eine Grundaussage, die sich von der jedes anderen Planetensymbols unterscheidet, und die unverändert bleibt, wo immer sie sich äußert – ob im Körper, in den Gefühlen, im Verstand oder im Vorstellungsvermögen. Neptun steht für unsere Sehnsucht nach dem Garten Eden, welche die Ego-Abgrenzungen des Individuums durchlässig macht, so dass der Ozean der Kollektivseele einströmen kann. Durch Neptun suchen wir Quelle und Ursprung, das verlorene und eines Tages wiederzuerlangende Paradies. In unserem heftigen Verlangen nehmen wir auch unser Gefährdetsein wahr und fürchten die uns aussaugende Mutter Tiamat, die uns verschlingen wird, während wir zugleich unsere Hände ausstrecken nach der Beistand leistenden Mutter Maria, die für unsere Sünden Fürbitte einlegen wird. Wo Neptun im Geburtshoroskop steht, sind wir Erlöser und Erlöste zugleich. Wir identifizieren uns vielleicht unbewusst mit denen, die hilflose Opfer sind, und erkennen dabei die unsichtbare Verbindung zwischen Opfer und Täter nicht. Möglicherweise wollen wir diese Opfer vor einer zerstörerischen Kraft in der Außenwelt retten, die auch in unseren Seelen verborgen liegt. Und wir sehnen uns danach, aus unserem Leiden von jemandem erlöst zu werden, der eigentlich Bestandteil unserer eigenen Seele ist. Im Geburtshoroskop entspricht das von Neptun besetzte Haus einem Lebensbereich, in dem wir uns in einem Spiegelsaal wiederfinden und Heiler, Täter und Opfer zugleich sind, während durch die Erfahrung des Mitleidens vielleicht ein flüchtiges Gefühl jenes Einsseins in uns aufblitzt, das uns aus dem trostlosen Gefängnis unserer sterblichen Existenz erlösen könnte.

In der Begegnung mit Neptun sind wir bereit, unsere Objektivität und unser Gefühl des Getrenntseins aufzugeben. Wir werden geblendet und blenden andere, täuschen und werden getäuscht, verfolgen jedoch stets das Ziel, am Ende des Weges mit den anderen zu verschmelzen, selbst wenn wir derartige Gefühle leugnen. Wir hören auf, Einzelindividuen zu sein und tauchen ein ins Meer der Gemeinschaft. Wenn die Abgrenzungen des Individuums verschwinden, kann das Herz sich öffnen, der Wille entmachtet werden. Opfer – oft ganz konkrete – könnten erforderlich werden. Aber letztendlich ist es unser Traum von der Erlösung, der geopfert werden muss, bevor wir beginnen können, zwischen unseren lieb gewordenen Fantasien und der Realität da draußen zu unterscheiden und unseren Selbstbetrug aufzugeben. Das ist Neptuns große Herausforderung. Der natürliche Vorgang bei Neptun ist Identifizierung durch Projektion, bei der wir einem anderen etwas von uns zuschreiben und dann erleben, wie wir unbewusst mit ihm verschmelzen. Und da wir in Neptuns Welt nicht zwischen Ich und Du unterscheiden, kann es geschehen, dass wir unsere Erlösungssehnsucht in den Menschen und Dingen, mit denen wir verschmelzen, nicht erkennen.

In den folgenden Kapiteln gehen wir diese allgemeinen Hinweise zu Neptuns Erscheinungsformen in den Häusern des Horoskops Haus für Haus durch, doch das Prinzip bleibt überall dasselbe. Ein Haus ist ein neutraler Lebensbereich, den wir je nach unserem Wesen ausstatten. Manilius beschrieb ein Horoskophaus als templum, und dieser Begriff aus der Antike kann uns behilflich sein zu verstehen, was die Häuser bedeuten. Mit templum bezeichnet man auch einen Tempel, der zu Manilius Zeiten ein leeres Gebäude bzw. ein abgesteckter geweihter Bereich war, der nichts Göttliches enthielt, bis das Standbild eines Gottes in ihn hineingesetzt wurde. Durch jedes templum des Geburtsbildes erfahren wir anhand der dort stehenden Planeten die Götter bzw. die archetypischen Kräfte, die im Grunde Intelligenzmuster unserer Seelen sind.

Rezensionen

Meridian 6/1996:
"Auch nach 554 Seiten ist noch nicht alles über Neptun gesagt. Aber dieses Buch gibt uns die Mittel an die Hand, über Neptun zu sprechen! Dieses Buch ist geradezu eine Aufforderung , selber an der Entdeckung Neptuns mitzuarbeiten, und es ist der Autorin klar, dass Neptuns Grenzen immer fließend bleiben werden. Gerade dieses Wissen macht das Buch zu einem Meisterwerk, das weit ins nächste Jahrtausend hinein Gültigkeit behalten wird."

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