Die sieben Todsünden und Kardinaltugenden in der Astrologie

Zur Deutung der sieben Planetenprinzipien in der Astrologie
Art.-Nr.: 243

Julia Dimitrov

Produktform:  Paperback, 4 Abbildungen
Seitenzahl:  198
Erscheinungsjahr:  2016
ISBN:  978-3-89997-243-6
EAN:  9783899972436
Menge:
lieferbar Gewicht: 0.268 kg

Produktdetails

Die Licht- und Schattenseiten des Lebens zeigen sich in guten und weniger guten Eigenschaften des Charakters. Schon seit der Antike gibt es Ansätze, Laster und Tugenden schematisch zu ordnen. Die Lehre der sieben Todsünden und der sieben Kardinaltugenden hat auch einen astrologischen Ursprung. Tatsächlich haben die Kirchenväter die Verhaltensmuster der klassischen Planeten mit ihren negativen und positiven Seiten zugrunde gelegt. Es geht also vor allem um die gewöhnlichen menschlichen Instinkte, die eignen Schwächen uns Stärken. Die alte Lehre von den „Sieben Todsünden“ und den „Sieben Kardinaltugenden“, begründet auf dem astrologischen Symboldenken, kann uns helfen, im Labyrinth des Lebens den Weg zur Selbsterkenntnis zu finden.

Autorenporträt

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 Julia Dimitrov

Julia Dimitrov (1958) arbeitet als Dentalhygienikerin und Gesundheitsberaterin in eigener Praxis in Bern. Intensives Studium der vorderasiatischen Archäologie und altorientalischen Sprachen. Beschäftigt sich seit 1982 intensiv mit Astrologie und absolvierte mehrere Ausbildungen. Sie gibt Kurse und Seminare bei verschiedenen Astrologieschulen in der Schweiz mit dem Schwerpunkt antike Astrologie.

Leseprobe

Astrologie, Todsünden und Kardinaltugenden

Auf diesen Zusammenhang aufmerksam zu machen, ist die Idee dieses Buches. Zudem wird anhand der „Sieben Hauptsünden“ und ihrer Entsprechung zu den sieben planetaren Prinzipien ein einfaches Mittel zur Selbsterkenntnis dargeboten. Als „Todsünden“ oder „Hauptsünden“ werden in der klassischen Astrologie nicht irgendwelche theologischen Vorstellungen verstanden, mit deren Hilfe die Kirchen in Ost und West bei den Menschen jahrhundertelang Schuldgefühle erzeugten, indem sie mit Teufeln und ewigen Höllenstrafen drohten und sich daraus unendlich bereicherten. Es wird auch nicht von „Erbsünden“ die Rede sein, bei denen unter anderem die alttestamentarische, patriarchale Vorstellung vorherrscht, dass Eva an allem schuld gewesen sei. Obwohl die sogenannte „Erbsünde“ im Paradies ein wichtiges theologisches Thema ist und sicher einen Einfluss auf die christliche Interpretation der Lasterlehre hatte, wird auf sie hier nur am Rande eingegangen. Wenn man den Ausdruck „Erbsünden“ in unserem Sinn interpretieren möchte, dann höchstens in der Weise, dass wir die „Erbsünden“ als negative Eigenschaften ansehen können, die wir von unseren Eltern oder Großeltern übernommen haben. So wie wir äusserliche Merkmale von ihnen erben, übernehmen wir auch gute und weniger gute Charakterzüge. Dass der Mensch nicht als ein „ungeschriebenes Blatt“ auf die Welt kommt, wird im Zeitalter der Genetik niemand mehr bestreiten wollen.

Es geht also vor allem um die gewöhnlichen menschlichen Laster, sprich destruktive Instinkte, die uns selbst und unserer Umgebung schaden und die das stolze Gefühl vom Mensch-sein-wollen in Frage stellen. Sich dieser „Sünden“ bewusst zu werden sowie ihre astrologischen Entsprechungen kennenzulernen und diese dann mit Vernunft und Mass anzugehen, darin besteht der Sinn des Studiums der Lasterlehre.

Über „Todsünden“ sprach man früher und spricht man immer noch in theologischen, vor allem katholischen Kreisen. Diese durchaus nützliche Lehre wurde im Eifer des Gefechts ebenso wie die Verehrung des Weiblich-Göttlichen während der Reformation aus dem Katechismus der reformierten Kirche entfernt. Vielleicht weil sie von der katholischen Kirche missbraucht worden war oder weil sie in den Augen der Reformatoren zu wenig biblisch-evangelisch begründet war.

Über den astralen Aspekt der Todsündenlehre, mehr noch, über ihren astrologischen Ursprung, hat man in theologischen Kreisen sowie in der modernen Astrologie kaum Kenntnis. Die Idee von der Todsündenlehre, so wie sie in Europa bekannt ist, gilt als eine christliche Findung. Dies ist einerseits richtig, doch es sei daran erinnert, dass die ersten christlichen Kirchenväter, die die Hauptsündenlehre erfanden und sie für die christliche Welt ausgearbeitet haben, selbst stark von stoischen, gnostischen und neuplatonischen Philosophien des Altertums und der Spätantike beeinflusst waren. Das aufkommende Christentum übernahm viele Ideen und Überzeugungen vor allem der stoischen Ethik. Die ersten Kirchenväter und christlichen Philosophen hatten eine klassische Ausbildung. Diese beinhaltete den Platonismus und die Lehre der Stoa und vor allem ihre Ethik. In Bezug auf den Einfluss der Stoa als heidnische Quelle auf die ersten christlichen Schriftsteller, schreibt der Philologe und Religionshistoriker Eduard Norden: „Man kann sich die Popularität der Ideen der Stoa nicht groß genug denken.“ Die stoische Philosophie aber war schon seit ihrer Begründung in dritten Jahrhundert vor unserer Zeit von der Astrologie beeinflusst. Die astrologische Weltanschauung war in den meisten alten philosophischen Schulen lange ein wesentlicher Bestandteil. Ob bewusst oder nicht, viele Philosophen in dieser Epoche dachten astrologisch.

Die alten Religionen Europas oder des Vorderen Orients können nur schwer oder oberflächlich ohne das kosmologisch-symbolische Wissen verstanden werden. Nach dem frühchristlichen Philosoph und Kirchenvater Origines (185–254) seien z.B. die im Matthäus-Evangelium erwähnten Magier aus dem Osten, die durch den Stern von Bethlehem zu Jesus geführt wurden, drei chaldäische oder persische Astrologen gewesen.

Die westliche klassische Astrologie hat sich in einer Epoche herausgebildet als man in Europa intensiv über die Erscheinungen in der Natur und über die Ethik des menschlichen Verhaltens zu philosophieren und zu schreiben begann. Das war in der Epoche des klassischen Altertums, vor allem aber in der Epoche des Hellenismus. Beeinflusst von den Weisheitslehren des Nahen Ostens, Ägyptens, Mesopotamiens und Indiens bildeten sich die ersten Philosophieschulen im Mittelmeerraum. Die astrale Weltanschauung des Ostens, die Philosophie von der Beziehung zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, die die alten Sumerer schon im dritten Jahrtausend vor unserer Zeit schufen und an die Babylonier weitergaben, die diese wiederum an die alten Griechen und Römer übergaben, beflügelte die Geister im alten Europa. Ob anerkannt und großzügig gefördert oder abgelehnt und sogar heftig bekämpft, die uralte östliche astrale Weisheitslehre wurde im Laufe der Jahrhunderte allmählich Bestandteil des Denkens, der Sprache, der Religion, der Kunst und der Literatur der europäischen Welt. Beim Besuch von Museen, vor den bemalten Wänden in Palästen der Renaissance oder beim Blättern in alten illuminierten Büchern, fragt man sich, wie es überhaupt möglich ist Kunstgeschichte oder gar christliche Ikonographie, alte Geschichte oder Archäologie ohne Grundkenntnisse von der Astrologie zu studieren. Wie kann man den tieferen Sinn der klassischen Epen, sei es die Ilias, die Odyssee, der Herkulesmythos oder das noch ältere Gilgamesch-Epos, überhaupt wirklich erfassen, wenn man die „Sprache der Sterne“ nicht versteht?

 

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