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Das Mondknoten-Mandala

Innere Prozesse des Horoskops erfahren und neue Handlungsansätze entstehen lassen
Art.-Nr.: 4748

Catarina Christina Körber

Produktform:  Paperback, zahlreiche Abbildungen
Seitenzahl:  380
Erscheinungsjahr:  2014
ISBN:  978-3-937077-74-1
EAN:  9783937077471
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Produktdetails

Die Mondknotenachse steht für das innere Wachstums und die innere Entwicklung. Die ursprüngliche Polarität der Achse wird durch die Umwandlung in die Kreisform aufgeschlossen und somit zyklisch erfahrbar. Dazu verbindet die Autorin die Astrologie mit der Mandalasymbolik. Der Tierkreis kann als ein rituelles Mandala bezeichnet werden, das die „Reise des Helden“ als zyklisches Geschehen in Form eines Rades mit zwölf Speichen darstellt. In vielen Mythen und Sagen aus verschiedenen Kulturkreisen taucht immer wieder das Motiv der Reise des Helden auf, der auf das Rad des Schicksals aufgespannt, seiner Bestimmung folgt.

Nach der Darstellung der Grundlagen dieser intuitiven Methode wird die Vorgehensweise Schritt für Schritt erklärt und durch Beispiele vertieft.
In dem Buch erfahren Sie, wie Sie die individuellen Bilder für die Mondknoten in einen fließenden Zusammenhang bringen können. Sie werden sich neue Fragen stellen oder alte Muster benennen können. Nicht das Entweder-Oder eines Schlüsselproblems ist entscheidend, sondern ausschließlich die praktische Arbeit mit den Energien der Mondknotenachse und damit an der Polarität des Lebens.

Leseprobe

Innere Schaubildentfaltung

Auch wenn wir in unserem Kulturkreis nicht so tief im symbolhaften Leben verankert sind, wie die Kulturen des Ostens, so stehen auch uns symbolische Systeme zur Verfügung, die in der jüdisch-christlichen Tradition wurzeln. Und als Astrologen haben wir außerdem die (griechisch-hellenistische) Sagen- und Mythenwelt, die sich um die Planeten-Götter rankt. Diese beiden Quellen möchte ich im Folgenden mit dem rituellen Anteil gleichsetzten, der als Bild-Ressource genutzt werden kann und der sich teilweise mit der Archetypenlehre nach Jung deckt. Dies sind also die kulturell bedingten, rituellen Bewusstseinsräume, die uns bei der Arbeit mit Klienten zur Verfügung stehen.

Durch die persönlichen Geburtsdaten bekommt ein Horoskop, als ritueller Raum für Projektionen, den zeitlichen Aspekt zu geordnet. Es ist ein rituelles Horoskop-Mandala entstanden, das im archetypischen Raum zu einem bestimmten Zeitpunkt verwirklicht wurde. Es besitzt ein Zentrum, in das man sich, beispielsweise während einer Planetenaufstellung, sogar körperlich, begeben kann. Es besitzt die Häuser als Ausgangspunkte der Reisestationen des Horoskops. Und es besitzt die Zeichen, die uns anzeigen, wie die Stationen mit Leben gefüllt werden. Der Stand der Achsen, Planeten, Asteroiden, Knoten und deren Aspekte untereinander lässt das Bild feiner und klarer und oft auch polarer werden. Aber es ist in dieser Form noch überpersonal und kann als rituelles Gefäß mit vielen individuellen Möglichkeiten gefüllt werden.

An diesem Punkt möchte ich auf den Gedanken der Schaubildentfaltung zurückgreifen, der über das Wahrnehmen der Tatsachen, wie wir sie z.B. aus Büchern lernen können, hinausgeht. Die Schaubildentfaltung ist der Schritt, der vom Meditierenden innerlich gegangen wird, um dem zu folgen was tatsächlich ist und nicht dem, was er sich wünscht, oder was er meint zu wissen und zu kennen. Als Astrologen können wir die Schaubildentfaltung des Ratsuchenden unterstützen und ihm dabei helfen die Horoskopfaktoren von der rituellen Ebene, auf die individuelle Ebene zu heben oder abzusenken (je nach Sichtweise). D.h. wir können dem Klienten helfen, sein eigenes Thema in Bezug auf die astrologischen Symbole intuitiv zu schauen. C.G. Jung nennt diesen Vorgang „imaginatio“ und beschreibt ihn wie folgt: „Die >imaginatio< ist eine aktive Hervorrufung von (inneren) Bildern, >secundum naturam<, eine eigentliche Denk- und Vorstellungsleistung, die nicht plan- und bodenlos ins Blaue >hinausphantasiert<, also nicht mit ihren Gegenständen spielt, sondern innere Gegebenheiten in – der Natur getreulich nachgebildeten – Vorstellungen zu fassen sucht. Diese Tätigkeit wird als >opus<, als Werk bezeichnet.“

Da nicht alle Menschen in der Arbeit mit inneren Bildern geübt sind, oder ihnen diese Möglichkeit überhaupt unbekannt ist, ist es oft nützlich mit Visualisierungshilfen zu arbeiten. Ich verwende hier alles, was auch bei meiner systemischen Arbeit zum Einsatz kommt: Postkarten, Figuren, Steine, Knöpfe usw. Diese Visualisierungshilfen können über die Fantasie den Zugang zur Intuition erleichtern. Ist der Zugang erst einmal geöffnet, geschieht die innere Schaubildentfaltung meist wie von selbst. Die Dinge, Bilder oder Begriffe werden intuitiv gewählt und den rituellen astrologischen Symbolen ebenso intuitiv zugeordnet.

Der Schritt von der rituellen Betrachtungsweise des Horoskops hin zum Füllen der Symbole mit individuellen Inhalten kann verschiedene Besonderheiten aufweisen. Es gibt Menschen, die benötigen zur inneren Schaubildentfaltung keine visuellen Hilfen. Hier kann die Arbeit so aussehen, dass sich die Klienten zu den ausgelegten astrologischen Symbolen stellen und durch Nachspüren die individuelle Gestimmtheit in diesem Bereich problemlos benennen können. Visualisierungshilfen werden von ihnen manchmal als störend empfunden.

Andere Menschen hingegen können trotz visueller Hilfen gar keinen Zugang zum intuitiven Erleben finden und versuchen deshalb durch Nachfragen die astrologischen Symbole mit geistigen oder intellektuellen Konstrukten zu füllen. Diese innere Blockade der Intuition, kann dem Festhalten am äußeren, rituellen Bild in der Meditation gleichen, dem keine innere Schaubildentfaltung folgt. Es ist die Konfrontation mit der unerbittlichen Härte der äußeren Form, die an sich leer ist, wenn sie nicht mit inneren Formen erfüllt wird. Da Widerstände im Prozess besonders zu beachten sind, wird eine intuitive Arbeit der inneren Schaubildentfaltung in diesem Fall vermutlich nicht sinnvoll sein. Die Arbeit mit inneren Bildern ist eine sehr sensible Angelegenheit, die tief verschüttete und gut geschützte Erinnerungen oder Anteile wecken kann. Deshalb ist das Erkennen von Blockaden wichtig und sehr achtsam zu behandeln. Zum Beispiel kann es hier angezeigt sein, einfach auf der intellektuellen Erkenntnisschiene zu bleiben und astrologische Hilfe bei der Auswahl der Symbole anzubieten. Um den Fokus mehr auf der rituellen Ebene zu behalten und auch nicht in die Beziehungsarbeit zu gehen, können z.B. astrologische Symbolkarten sehr gut eingesetzt werden. Natürlich wird der Schritt zur individuellen Arbeit damit nicht getan, aber eine aufbauende und wertschätzende Arbeit an den rituellen Aspekten des Horoskops und seiner archetypischen Symbole kann in diesem Fall befriedigender sein als der Kampf gegen innere Blockaden.

Schwierigkeiten mit der Schaubildentfaltung können aber auch andere Gründe haben. Das habe ich selbst erlebt. Mein Weg mit den inneren Bildern war nicht leicht, da meine natürliche Veranlagung nicht im visuellen Bereich lag. Ich spürte mehr, als dass sich Bilder entwickelten und oft waren diese Empfindungen an Gerüche gekoppelt. In meinem Fall lag die innere Umsetzung der äußeren Wahrnehmung eher im kinästhetischen und olfaktorischen Bereich. Andere Menschen sind mehr visuell oder auditiv veranlagt, d.h. sie verarbeiten die Eindrücke über das Sehen oder Hören. Wenn ich aufgefordert wurde innere Bilder zu beschreiben „passierte“ es mir, dass ich keine inneren Bilder hatte. Nur Gefühle und Gerüche waren präsent. Dies irritierte mich sehr. Anderer Menschen, die leicht Zugang zu ihren inneren Bildern fanden brachte ich eine gewisse Skepsis entgegen. Erzählen konnte man ja viel, dachte ich. Als sich nach einiger Zeit doch einmal innere Bilder einstellten, wurde mir hinterher klar, dass diese wie Auftragsarbeiten entstanden waren. Sie spiegelten die Gefühle der Gruppe, in der ich mich befand wieder oder die Figuren waren Abbilder der Menschen um mich herum. Es war als hätte ich mir etwas abgerungen das nichts mit mir zu tun hatte. Mein kinästhetischer Sinn hatte alle Informationen, die um mich herum vorhanden waren aufgenommen und wie gewünscht visuell umgesetzt. Diese Erlebnisse, ließen mich leer und unzufrieden zurück. Erst nach jahrelanger, eigener und einsamer Praxis, bei der ich mich nicht unter Druck setzte, sondern die sich einfach ergab, verknüpften sich langsam meine kinästhetische und olfaktorische Wahrnehmungsfähigkeit mit dem visuellen und auch mit dem auditiven Sinn. Erst zu diesem Zeitpunkt verstand ich was innere Bilder tatsächlich sein können und wie klar und kräftig es sich anfühlt, wenn sie sich einstellen. Mein Weg mit den inneren Bildern ist nur ein Beispiel. Jeder Mensch wird hier seinen eigenen Umgang finden. Entscheidend ist für mich nur gewesen, das Fehlen der Bilder nicht mehr als defizitär zu bewerten. So hatten sie die Chance doch noch ihren Platz in meinem Leben zu finden. Ich bin sehr dankbar nun die ganze Bandbreite innerer Wahrnehmung zur Verfügung zu haben. D. h. meine sinnliche Verarbeitung klar unterscheiden und bewusst einsetzten zu können.

 

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Helga schreibt: 25.01.2018
Die Autorin (1970) war auch mehrere Jahre in der Sozialpsychiatrie tätig. Seit 1988 intensive Beschäftigung mit der Astrologie. Seit 2009 hat sie eine eigene Praxis und auch seit 2013 als Systemische Therapeutin.
Für das innere Wachstum steht die Mondknotenachse. Sie bezeichnet den Tierkreis als rituelles Mandala, der die Reise des Helden als zyklisches Geschehen in Form eines Rades mit 12 Speichen darstellt.
Mondknoten - die Autorin führt mehrere namhafte bekannte Astrologen an, wie diese die Mondknoten sehen. Sie erklärt ausführlich die astronomischen Zusammenhänge der Mondknotenachse und deren Stellung bei Neumond und Vollmond. Der absteigende Mondknoten wird mit dem Mond in Verbindung gebracht, während die Sonne mit dem aufsteigendem Mondknoten erklärt wird. Die Verhaltensmuster des auf- und absteigenden Mondknotens sind wichtige Ausdrucksmöglichkeiten unseres Selbst im Ganzen gesehen. Mandala stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Kreis - heiliges Zemtrum. In kleinen sehr ausführlichen und weit hergeholten Beispielen führt die Autorin den Leser zu dem Mondknoten-Mandala in Form eines Rades. Sie führt Horoskope als Mandaladarstellung von einigen ihrer Patienten aus der eigenen Psychiatrie-Praxis an. Im Anhang eine Tabelle als Anleitung und Übersicht zur Verbindung der Grundprinzipien des Mandalas der Mondknotenachse. Die astrologischen Aussagen zu der Monknotenachse beachtet die Autorin nicht. Eine Stichwortsammlung über die einzelnen Tierkreiszeichen und deren Bedeutung schliesst das Werk ab. Stier "ich habe" - Jungfrau "ich diene und kläre".
Ein sehr komplexes Werk gefüllt mit sehr vielen (fast zuviele) Zitaten und Aussagen vieler Astrologen, Psychologen, die den Lesern aus vielen Büchern bekannt sind. Das Buch ist für jeden Leser geeignet, aber er muss bereit sein, viel zu lesen, um nach 243 Seiten sich zu fragen, wozu ist das für mich geeignet? Die Autorin hat sich unendlich viel Mühe gegeben, dieses Wissen "zusammenzutragen". Weniger wäre mehr gewesen. Ein Buch der klassischen Astrologie ist es nicht!
Helga Sobek - 16.01.2018

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