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Komm' näher - Geh' weg

Ambivalente Liebesbeziehungen aus astrologischer Sicht
Art.-Nr.: 3786

Uwe Sonnenschein

Seitenzahl:  250
ISBN:  978-3-939359-86-9
EAN:  9783939359869
vergriffen Gewicht: 0.34 kg
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Produktdetails

Allzu häufig kommt es in Liebesbeziehungen zu Situationen des Hin- und Hergerissen-seins, die nicht das gewünschte Liebesglück, sondern vielmehr ein Liebesdrama bewirken. Das vorliegende Buch beschreibt, wie Sie sich selbst und andere in der Partnerschaft besser verstehen und damit zu einer freieren und erfüllenderen Liebesbeziehung finden. In allgemein verständlicher Form wird dargelegt, wie diese ambivalenten Gefühle entstehen, woher sie kommen und wie Sie besser mit Ihnen umgehen können. Auf astrologischer Basis wird geklärt, welchem Beziehungstyp jemand angehört, welche Faktoren auf eine Beziehungsambivalenz hindeuten und wie man ein individuelles Partnersuchbild erstellt. Besonders hilfreich für die praktische Arbeit sind die vielfältigen Deutungstexte zu astrologischen Konstellationen im direkten Partnervergleich.

Autorenporträt

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 Uwe Sonnenschein Uwe Sonnenschein, (1964), beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Astrologie und Psychologie. Eigene astrologische Praxis seit 1995, seit April 2001 geprüfter Astrologe DAV.

Leseprobe

Astrologische Häuser und Partnerschaft

Obwohl selbstverständlich alle Häuser des Horoskopes wichtig sind, verdienen doch einige besondere Beachtung, wenn wir ein Horoskop auf das Thema Liebe und Kontakt hin untersuchen. Dafür fällt der Blick zunächst auf das „klassische“ Feld der Partnerschaft, das siebte Haus. Es wird allgemein als der Horoskopbereich angesehen, der Auskunft gibt über die Wünsche und Sehnsüchte eines Menschen Ehe und Partnerschaft betreffend. Dort stehende Planeten zeigen, welche unserer Wesenskräfte wie durch die Partnerschaft aktiviert und verwirklicht werden sollen. So weist der Mond oft auf ein Schutzbedürfnis hin oder die Venus auf den Wunsch, Liebesgefühle zu verwirklichen und auszutauschen.

Ein Mars im siebten Haus wünscht sich tatkräftige Unterstützung durch den Partner oder stellt die Sexualität in den Vordergrund. Für Merkur im Partnerfeld ist die erste Priorität Kommunikation und Austausch. Miteinander reden zu können ist sozusagen die „Eintrittskarte für mehr“.

Jupiter an dieser Stelle gilt als klassischer Anzeiger des Ehewunsches. Anders ausgedrückt glaubt man, eine Ehe oder feste Lebenspartnerschaft sei die Essenz, aus der das lebenslange Glück geschmiedet sei. Meist wird dieses Bild durch die gesellschaftlichen Realitäten heute überarbeitet werden müssen, aber die grundlegende Tendenz bleibt bestehen. Bei einer Sonne im siebten Haus wird manchmal versucht, das eigene Ich über den Partner zu verwirklichen und Saturn dort weist auf Begrenzungen, aber auch Stabilität durch den Partner hin ...

Polaritäten im persönlichen Horoskop

Im ersten Teil des Buches haben wir uns ausführlich mit dem Verhalten „Komm‘ näher geh‘ weg“ beschäftigt und über das Macht-Ohnmacht-Thema und die Polarität der dualen Welt das Konzept der Beziehungsambivalenz entwickelt. Nun ist es an der Zeit, dies auf die astrologische Fachterminologie umzusetzen. Alles, was im Geburtshoroskop die Polaritäten betont, ist im Bezug auf das Ambivalenzthema zunächst einmal „verdächtig“.

Eine Möglichkeit besteht darin, dass die Ich- und die Du-Hälfte in etwa gleich stark betont sind. Dann halten sich der Drang, bei sich selbst zu bleiben und das entgegengesetzte Bedürfnis nach Nähe und Begegnung in etwa die Waage. In erlöster Form hat dies die Auswirkung, dass jemand angstfrei dem anderen begegnen und Nähe und Intimität mit ihm leben kann, andererseits aber nicht von ihm abhängig ist und auch mit sich selbst etwas anzufangen weiß. In unerlöster Form jedoch wird er immer wieder schwanken zwischen Selbstbehauptung und dem Wunsch nach Zweisamkeit. Dieses Hin- und Herpendeln – die Beziehungsambivalenz – äußert sich jedoch häufiger bei der starken Betonung nur einer Horoskophälfte. Dann nämlich wird die im eigenen Horoskop unterrepräsentierte Hälfte auf den Partner projiziert und von diesem dann stellvertretend ausgefüllt.

Klassisch wäre das Beispiel einer Frau mit der Mehrzahl der Planeten auf der Du-Hälfte, sagen wir einmal acht Planeten dort und vielleicht noch den größten Teil dieser Planeten in den Häusern sieben und acht. Damit verbunden ist meist eine (über-)große Sehnsucht nach Liebe und Zuwendung, die häufig schon früh im Leben zurückgewiesen wird ...

Das Zusammenspiel der Wesenskräfte


Die Interaktionsaspekte im einzelnen
Im folgenden werden einige Deutungsanregungen gegeben, wie sich die Verbindung der einzelnen Planeten im direkten Horoskopvergleich in der Realität wiederfinden lassen. Grundsätzlich gilt, dass die blauen Talentaspekte Sextil und Trigon meist auf ein Harmoniepotenzial hinweisen, welches jedoch auch aktiviert und genutzt werden möchte. Die roten Aspekte Quadrat und Opposition weisen auf Schwierigkeiten hin, wobei die Opposition polare Gegensätze aufwirft und das Quadrat eher eine Hemmung anzeigt. Die grünen Aspekte Halbsextil und Quincunx zeigen Entwicklungsthemen auf. Dabei hat das Halbsextil eher Lerncharakter und das Quincunx zeigt eine Sehnsucht auf, die nicht immer befriedigt werden kann und manchmal diffus und unkonkret bleibt. Die Konjunktion zeigt gemeinsame Themen beider Partner an, die je nach Art und Stellung der Planeten im Radix unterstützend oder herausfordernd sein können. Die Deutungstexte sind so aufgebaut, dass jeweils die Verbindung von zwei Planeten insgesamt gedeutet wird. Dabei werden manchmal alle Aspektarten, manchmal einige ausgesuchte Aspekte besprochen, nicht aber jeder mögliche Aspekt einzeln aufgelistet. Die Mondknoten werden an dieser Stelle ausgespart, da ihnen mit „Karmische Beziehungen?“ ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Sonne und Sonne
Stehen die Sonnen beider Partner miteinander im Aspekt, ist dies einer der markantesten Hinweise für den direkten Partnerschaftsvergleich. Ein großer Teil der Paare, die viele Jahre zusammen bleiben, haben ihre Sonnen im Sextil oder Trigon stehen (oder eine entsprechende Sonne-Mond-Verbindung). Die Haltbarkeit von Beziehungen mit diesem Aspekt erklärt sich aus einer grundsätzlichen Harmonie der Wesenskerne beider Partner. Dies betrifft zunächst aber vor allem die Idee, dass man „gemeinsam an einem Strang zieht“ und bezieht sich noch nicht auf die Gefühlsebene. Man „kann eben miteinander“.

Grundsätzlich würde man diesen Sachverhalt auch bei einer Konjunktion beider Sonnen erwarten. In meiner Praxis hat sich dieses Aspekt jedoch als nicht so stark wie das Sextil und das Trigon gezeigt. Das Kontrastprogramm ergibt sich bei Quadraten und Oppositionen der Sonnen beider Partner. Hier finden oft schwierige Auseinandersetzungen, Streit oder gegenseitiges Blockieren statt. Nicht selten wird bei diesem Aspekt dem einen Partner ein ins Unterbewußte verdrängter Anteil seiner selbst durch den zweiten Partner gespiegelt. Die Aufgabe liegt dann darin, den gespiegelten Teil der Schattenpersönlichkeit zu integrieren, damit die Auseinandersetzung mit dem Partner nicht mehr nötig ist. Ist dieser Prozess vollzogen, kann die Beziehung manchmal auf einer reiferen Ebene fortgeführt werden. Häufiger geht man aber auseinander, weil der andere als „Entwicklungshelfer“ ausgedient hat. Da den meisten Paaren dieser Mechanismus aber gar nicht bewusst ist, sind sie irgendwann so erschöpft, dass sie die Beziehung nicht mehr weiterführen möchten und sich trennen, ohne die damit verbundene Lernaufgabe erledigt zu haben.

So wie man bei harmonischen Sonne-Sonne-Verbindungen keine Garantie für ein lebenslanges Zusammenbleiben hat, so gibt es auch bei Spannungsverbindungen der Sonnen Fälle, in denen die Partner trotz aller Schwierigkeiten nicht voneinander lassen können. Entsprechend der zuvor gemachten Ausführungen stellt ein Halbsextil beider Sonnen ein klassisches Lernthema der Partner dar, welches durch die individuelle Stellung der Sonnen im jeweiligen Radix näher bezeichnet wird. Das Quincunx schließlich drückt eine schwer konkret zu definierende Sehnsucht nacheinander aus, die nicht selten auf Projektionen beruht. Am leichtesten ist sicher die harmonische Sonne-Sonne-Verbindung zu leben, während die Spannungsverbindung viel Reife und Toleranz erfordert, wenn eine Beziehung mit diesem Aspekt dennoch gelingen und nicht aufreibend werden soll. In jedem Fall zeigt der Sonne-Sonne-Aspekt im Horoskopvergleich aber auf, dass die beiden Partner „etwas miteinander zu tun“ haben, die Begegnung also nicht „zufällig“ oder „belanglos“ ist.

Sonne und Mond
Der zweite klassische und ausgesprochen wichtige Partneraspekt ist die Verbindung von Sonne und Mond. Auch hier ist die besondere Wichtigkeit der Begegnung markant herausgestellt. Eine harmonische Verbindung zwischen der Sonne des einen zum Mond des anderen zeigt, dass das Wesen des ersten die Gefühlsnatur des zweiten tief berührt und anspricht. Damit verbunden sich Gefühle von sich geschützt und geborgen fühlen und nicht selten der Wunsch nach Kindern und Familie. Manchmal tritt der Aspekt gar doppelt auf: beide Sonnen stehen jeweils günstig zum Mond des anderen. Das ist, etwas schwülstig ausgedrückt, „der Stoff aus dem jahrzehntelange Ehen gemacht sind“.

Aber auch hier gilt für Spannungsaspekte wieder der Umkehrschluss. Dann nämlich kann man sich gefühlsmäßig eben nicht auf den anderen einlassen, fühlt sich von ihm gebremst oder provoziert, manchmal nicht gesehen oder wertgeschätzt oder der andere regt einen einfach nur auf. Das Schattenthema der konflikthaften Sonne-Sonne- Verbindung ist auch hierin enthalten. Nur wird er jetzt um die Gefühlskomponente erweitert und daher umso aufreibender, manchmal leidenschaftlicher gelebt. Eine Idee davon vermitteln z.B. die Roman- und Filmfiguren Scarlett O’Hara und Rhett Butler aus „Vom Winde verweht“. In der Praxis habe ich schon häufig frisch verliebte Paare mit Sonne-Mond-Spannungsaspekten erlebt, die meinten, sie haben ihren Traumpartner gefunden. Nach einiger Zeit stellte sich jedoch meist heraus ...

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