Das Buch der Sabischen Symbole

Ihre Geschichte und Bedeutung für die Astrologie
Art.-Nr.: 4737

Gaby Marske-Power

Produktform:  Paperback, zahlreiche Abbildungen
Seitenzahl:  190
Erscheinungsjahr:  2014
ISBN:  978-3-937077-71-0
EAN:  9783937077710
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Produktdetails

Wie sind die Sabischen Symbole entstanden? Wer waren die Menschen, die diese weltberühmten 360 Bilder übermittelt haben? Wie haben die Sabischen Symbole sich verbreitet? Diese sind nur einige der Fragen, die Ihnen dieses Buch beantworten kann. Zunächst werden die beteiligten Personen und die damalige Zeitqualität astrologisch untersucht. Ein ausführliches Kapitel befasst sich mit den Ideen, welche die Sabischen Symbole geprägt haben. Ein großer Teil des Buches erörtert die innere Struktur der Symbolreihe, wie sie von Marc Edmund Jones angelegt wurde und verdeutlicht die universelle Herkunft der Bilder. Schließlich wird dargelegt wie die Sabischen Symbole von der Astrologie aufgenommen und bis heute weiterentwickelt wurden.

Autorenporträt

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 Gaby Marske-Power

Gaby Marske-Power (1961), Studium der deutschen Literatur, anschließend verschiedene therapeutische Ausbildungen. Sie ist in einer Einrichtung der Jugendhilfe tätig und engagiert sich ehrenamtlich im Bereich Opferschutz und Hospizarbeit. Seit 2005 befasst sie sich intensiv mit Astrologie.

Leseprobe

Die universelle Herkunft der Bilder

Ich habe keine neuen Quellen der gängigen Geschichtsschreibung erschlossen, die eine bestimmte Sprache, Akzentuierung von Wichtigkeiten und Aufteilung der Akteure vorsieht, sondern mein Wissen, wie ich es für die Geschichte der Sabischen Symbole wichtig, aber vor allem interessant zu wissen einschätze, um die Geschichte herumgelegt. Mich hat das Flair dieser zu entdeckenden künstlerischen Zeitepoche in den Bann gezogen. Sie war neben der Kriegsführung, mit der meine Helden und Heldinnen nur am Rande zu tun und keine erwähnten Verluste zu beklagen hatten, sehr davon geprägt, das Unbewusste und die Relativitätstheorie im allgemeinen Bewusstsein zu verankern. All die unterschiedlichen Fenster, die sich in diese Jahrzehnte hinein öffnen, sollen diesen Zeitgeist hineinwehen lassen. Fünf Menschen rücken dadurch ein wenig näher heran:

- John Thomas alias Charubel: mystischer Seher aus dem nebligen Wales
- Marc Edmund Jones: umtriebiger gebildeter Tausendsassa, auch der Metaphysik
- Zoe Wells, Künstlerin: Medium und Bohemien
- Elsie May Wheeler: Puppenmacherin und Medium
- Dane Rudhyar: Avantgardist, Komponist, Maler, Theosoph, Astrologe

Dank der Sabian Assembly liegen hiermit Informationen zu Marc Edmund Jones´ Leben und den Sabischen Symbolen vor, die bislang noch unbekannt waren. Ich habe mich bemüht, den Text so zu schreiben, dass die Astrologie als Tiefenstruktur der Argumentation und Interpretation beständig, doch diskret in der Fußnote beweist und Zitiertes und Gedeutetes immer nachvollziehbar belegt. (…)

Was hatte Marc so enttäuscht und verunsichert? So sehr, dass er den ganzen ernsten Enthusiasmus sowie die in Kooperation mit Elsie entstandenen Bilder lange ablegte? Begonnen hatte die Unzufriedenheit schon zuvor, während der Zusammenarbeit mit Zoe Wells – sie war für ihn eine hochbegabte mediale Kraft, die in seiner hier schon ausführlich erörterten Beschreibung nicht fähig war, ihre Begabung zu fokussieren – nach Marc schwatzte sie um den Kern herum – viel zu ausführlich, viel zu peripher, viel zu sehr an sich und an der Beziehung interessiert (laut Marc). Inhaltlich hat er das Erarbeitete nicht verworfen: Das bis vor 15 Jahren ausschließlich intern genutzte Spielkarten-Tarot mit 52 Szenen und mehreren Bewusstseinsebenen zum Meditieren und Erkennen entstand und wurde in der würdigen Bewusstseinsschulung der respektablen „Sabian Assembly“ verwendet.

Seine Schülerin Elsie May Wheeler lernte er kennen, als sie Puppen mit „ungewöhnlichen Kleidern“ anzog, um ihr Geld zu verdienen. Zwei mit ihm befreundete Schwestern aus Los Angeles fuhren ihn zu Elsie Wheeler, die im Hinterland von Orange County lebte. Er erstellte ihr Geburtshoroskop und deutete es unter Nicht-Berücksichtigung ihrer Behinderung. Er schlug ihr angesichts ihrer ausgesprochenen kreativen Veranlagung vor, eine neue Puppe zu entwerfen, las vom Horoskop jedoch ab, dass sie etwas von nationaler Bedeutung schaffen würde. Natürlich fiel sie ihm auch wegen ihres Wortschatzes auf, der nicht in direkter Konkurrenz zu seiner eigenen Eloquenz stand – oder an Zoes Ausführlichkeit erinnerte. Beide Faktoren schienen nicht nur vereinfachend für die Zusammenarbeit zu sein, sie waren gleichzeitig Garanten für eine Andersartigkeit der Wahrnehmungssicht, die er herbeisehnte. Elsie fürchtete sich vor Medialität. Er motivierte sie, medial zu arbeiten und führte sie in seinem Astrologieunterricht an die Bilderreihe von John Thomas heran. Elsie kannte diese gut, was ihre eigenen gesehenen Bilder noch zeigen werden. Seine Äußerung über ihren überschaubaren Wortschatz aufgrund eingeschränkter Mobilität und Lebenserkundungsmöglichkeiten ist zweifelsohne nicht der Waage-Sonne zu verdanken, sondern dem Skorpion-Aszendenten. Was er authentisch nachvollziehbar, was mitmenschlich jedoch überheblich wirken könnte, damit ausdrückte, war sein Wunsch nach Präzisierung, die er an Knappheit gekoppelt wissen wollte: Einem in der externen Vielfalt eingeschränkten Menschen musste eine universelle Weisheits- und Bildsequenz genauso begegnen können, wie sie sich jeder anderen auch zeigte. (…)

Charubel empfing Bilder – sowohl zeit- als auch seiner Pastorenrolle entsprechend gänzlich unhinterfragt. Marc Edmund Jones, selber Pastor, hinterfragt jedoch – und geht einen Weg, den es nicht nur (was noch folgen wird) kritisch zu betrachten gilt: er geht ihn bewusst mit anderen zusammen – und zwar mit Frauen. Das hat er weder niedergeschrieben, noch zur Diskussion gestellt, er hat es so gemacht: In das Innerste blickte er mit Zoe und mit Elsie.
Und das war bezogen auf die Aussagelegitimation von Frauen in der Astrologie neu. Und die Neuorientierung mag auch milder in der Beurteilung seiner Aussagen stimmen, die er über beide Frauen getroffen und posthum veröffentlicht hat. Die eine zu hoffnungslos, chaotisch, exaltiert, die andere doch zu beschränkt im Leben ihrer Möglichkeiten – noch hart genug, dies selbst im Nachhinein zu lesen. Das damalige Rollenverständnis mildert schwesterliche Empörung, ebenso der Gedanke, dass er die Texte dennoch veröffentlicht hat, und damit den Frauen letztlich Tribut gezollt hat. Auch die Vermutung, dass die entsetzliche Charakterisierung, die Zoe widerfahren ist und die Beschreibung, als Instrument einer großen Idee fungiert zu haben, die Elsie zu erdulden hat, dass dies alles eine Reminiszenz, vielleicht ein Treueerweis an seine Priscilla hat sein können, lässt noch mehr verstehen, (doch der Kopf schüttelt sich weiter). Dane Rudhyar steigert dies noch, indem er den „okkulten tiefen Denker“ und „das Mittelschichtsmedium“ soziologisch und grammatikalisch vereint, doch deren geschaffene Bildersequenz durch eine eigene Ausgabe, eigene innere Struktur, eigene Numerologie, eigene Umformulierungen und eigene Interpretationen korrigiert und erweitert.

Beide schreibende und lehrende Männer scheinen einer unbelesenen Frau den direkten doch keinesfalls ausreichenden Zugang zur weiten und tiefen Welt der Metaphysik und Ideengeschichte zuzuschreiben. Verständlich, da diese eine männlich geschriebene Geschichtsschreibung ist, deren Bilderauswahl auch von einem Mann, Charubel, vermittelt wurde.

Mehrdeutigkeit der Bilder

Weiträumig angelegt wird die bewusst gestaltete Loslösung von einer alten Astrologie der Übeltäter und der vorrangig bedrohlichen Zukunft vorangetrieben. Der Mensch als Mitgestalter des Schicksals gestattet sich Eigenmacht durch das Würdigen der eigenen individuellen Intuition. Diese ist durch die Möglichkeit, selbst und ständig auf diese zurückgreifen zu können, machtvoller als die im elitären Rahmen vollzogene magische Rituale, die den äußeren Zwängen Einhalt gebieten wollen oder den eigenen Einfluss ausweiten wollen. Die Umdeutung des Einflusses des Aszendenten, des persönlichsten Punktes im Horoskop, zugunsten der zu rangierenden Bedeutung aller Horoskopfaktoren, auch der zukünftigen, fächert das absolute gesetzte Schicksal in Gestaltungsmöglichkeiten, Haupt- und Nebenwege auf – und auch den eigenen Assoziationen soll in Bewusstheit gefolgt werden. Dem einzelnen Grad werden vielfache sowohl gute wie auch vordergründig schlechte Bedeutungen zugebilligt. Begründet wird dies mit Hilfe der alten Möglichkeiten der Numerologie, im Laufe der zeitlichen Entwicklung und ganz im Einklang mit ihr, erlaubt man sich die Freuden der freien Assoziation.
Der Gegensatz einer durch die Jahrhunderte bekräftigte machtvolle Zuschreibung eines exklusiven oder unbezweifelten Wissens kann Verwirrung und Ratlosigkeit bedeuten, die durch zu viele Bilder und zu viele Informationen verursacht werden können. Marc Jones und Dane Rudhyar gehen unbeschwert damit um, John Sandbach schlägt ein zirkulierendes Denkmodell vor, das an das kybernetische Modell erinnert. In steter Wiederkehr werden immer wieder die gleichen Informationen vom betrachtenden und denkenden Individuum für sich selbst organisiert und schlüssig nutzbar gemacht.

Die Autorität der Bilder

Es konnte Charubel mit seinen Dunkelszenarien nicht gelingen, was Marc Edmund Jones – seinerseits sofort verstärkt und bekräftigt durch Dane Rudhyar – gelang: Eine nicht originäre astrologische Methode mit der Astrologie so überzeugend zu verknüpfen, dass das methoden-übergreifende Zusammenspiel noch 100 Jahre später konstruktiv bestaunt wird. Die Arbeit mit der geschauten Bildsequenz zur Erhellung des Verständnisses einzelner astrologischer Faktoren ist meditativ, Trance induzierend, magisch, poetisch doch ist sie nicht astrologisch zu begründen.

Die aktuelle DNA- und neurobiologische Begründungsarmut der heutigen Zeit hat vielleicht doch nicht das letzte Wort, wenn sie auch meint, genau an diesem Schlusswort zu arbeiten. Was ein Geburtshoroskop an Begrenzung der individuellen Möglichkeiten der Lebensgestaltung aussagt, was es als Lebensthemen vorlegt, widerspricht dem wirkungsvollen systemischen therapeutischen Gedankengut. Das Radixhoroskop zeigt eine Grenze – wie facettenreich und weit gesteckt diese auch sein mag. Die Bilderpoesie kommuniziert direkt und unkodiert (im Gegensatz zur Astrologie) mit dem Gefühl der Betrachter – keine Distanz, keinen Riegel, keine Fremdsprache. Diese lebendige und doch erst einmal stille Bewegung eines Augenblicks auf den gebotenen Eindruck hin mag dem Menschen inhärent sein – und öffnet in der Auslegbarkeit erneut einige Schneisen aus einem (vielleicht gespürten) als abgegrenzt empfundenen Bereich heraus.

Charubel empfing Bilder – sowohl zeit- als auch seiner Pastorenrolle entsprechend gänzlich unhinterfragt. Marc Edmund Jones, selber Pastor, hinterfragt jedoch – und geht einen Weg, den es nicht nur (was noch folgen wird) kritisch zu betrachten gilt: er geht ihn bewusst mit anderen zusammen – und zwar mit Frauen. Das hat er weder niedergeschrieben, noch zur Diskussion gestellt, er hat es so gemacht: In das Innerste blickte er mit Zoe und mit Elsie.

Und das war bezogen auf die Aussagelegitimation von Frauen in der Astrologie neu. Und die Neuorientierung mag auch milder in der Beurteilung seiner Aussagen stimmen, die er über beide Frauen getroffen und posthum veröffentlicht hat. Die eine zu hoffnungslos, chaotisch, exaltiert, die andere doch zu beschränkt im Leben ihrer Möglichkeiten – noch hart genug, dies selbst im Nachhinein zu lesen. Das damalige Rollenverständnis mildert schwesterliche Empörung, ebenso der Gedanke, dass er die Texte dennoch veröffentlicht hat, und damit den Frauen letztlich Tribut gezollt hat. Auch die Vermutung, dass die entsetzliche Charakterisierung, die Zoe widerfahren ist und die Beschreibung, als Instrument einer großen Idee fungiert zu haben, die Elsie zu erdulden hat, dass dies alles eine Reminiszenz, vielleicht ein Treueerweis an seine Priscilla hat sein können, lässt noch mehr verstehen, (doch der Kopf schüttelt sich weiter). Dane Rudhyar steigert dies noch, indem er den „okkulten tiefen Denker“ und „das Mittelschichtsmedium“ soziologisch und grammatikalisch vereint, doch deren geschaffene Bildersequenz durch eine eigene Ausgabe, eigene innere Struktur, eigene Numerologie, eigene Umformulierungen und eigene Interpretationen korrigiert und erweitert.

Beide schreibende und lehrende Männer scheinen einer unbelesenen Frau den direkten doch keinesfalls ausreichenden Zugang zur weiten und tiefen Welt der Metaphysik und Ideengeschichte zuzuschreiben. Verständlich, da diese eine männlich geschriebene Geschichtsschreibung ist, deren Bilderauswahl auch von einem Mann, Charubel, vermittelt wurde. Genau hier sollten wir uns einen Schritt neben uns selbst stellen: Dieser verlegene und befangene, nachträglich auch überaus überheblich wirkende Umgang mit den Schöpfungen der Frauen bleibt der Zeit vor 100 Jahren geschuldet. Die Verunsicherung gegenüber der Neuerung wurde von Marc E. Jones viele Jahre ausgehalten  – und: es bleibt letztendlich bei dem mit den Frauen gemeinsam gelegten Ursprung der Bilder (auch wenn Marc damals vielleicht kommentiert hätte, dass ihm nach allem Zögern wohl nichts anderes übrig blieb, da sonst die ursprüngliche Kraft des intuitiven Aktes verlorengegangen wäre.). Und genau diesen Weg geht Ellias Lonsdale mit seiner verstorbenen Frau Theanna unerschrocken weiter: die Arbeit an den gemeinsam zu schaffenden Bildern – und er scheut sich konsequenter Weise auch nicht, sie als Buchautorin mit anzugeben.

Ein psychodynamischer Gedanke, der im Rahmen der vorliegenden Arbeit mitgedacht, doch nicht vertieft wurde: Marc E. Jones´ Bruder verließ irgendwann einmal die Familie – nur dies ist bekannt, weder, was passiert ist, noch, wie sehr er vermisst wurde. Ganz sicher erfährt er in der Gestalt des chaldäischen älteren Bruders Ehrung und Weiterleben durch seinen verlassenen Bruder Marc.
Es ist möglich, dass sich hier die generierende Kraft der Sabischen Symbole erst einmal erschöpft hat – bei John Sandbach noch unter den anderen gleichwertigen Symbolen zu einer Fragestellung als Plejaden gekennzeichnet, sind sie bei Ellias Lonsdale und Theanna im gemeinsam Erfühlten und Gelebten in einem nahezu ätherischen Sinn verschmolzen, dass diese auch auf Erklärungen und Hinweisen zum Bild ganz verzichten können.

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Marion schreibt: 23.09.2014
Die Autorin hat mir die sabischen Symbole nochmals von einer ganz anderen und mir bislang unbekannten Seite gezeigt. Es ist auch erstaunlich, was sie alles über Marc Edmund Jones herausgefunden hat. Ein Muss für jeden, der die sabischen Symbole verwendet.

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